The Japan Times - Fünf europäische Staaten finden Beweise für Vergiftung Nawalnys durch Froschgift

EUR -
AED 4.200026
AFN 73.183571
ALL 94.287773
AMD 421.026666
ANG 2.047321
AOA 1048.586954
ARS 1702.648013
AUD 1.652202
AWG 2.061154
AZN 1.941914
BAM 1.95972
BBD 2.302796
BDT 140.970124
BGN 1.933517
BHD 0.431056
BIF 3413.339331
BMD 1.143497
BND 1.479152
BOB 7.917768
BRL 5.979232
BSD 1.143282
BTN 109.128898
BWP 15.504878
BYN 3.316906
BYR 22412.54636
BZD 2.299489
CAD 1.621273
CDF 2568.29477
CHF 0.918569
CLF 0.026898
CLP 1058.308216
CNY 7.763317
CNH 7.761944
COP 3853.402818
CRC 520.338524
CUC 1.143497
CUP 30.302677
CVE 110.747577
CZK 24.190338
DJF 203.221838
DKK 7.474675
DOP 67.578109
DZD 152.459298
EGP 56.130051
ERN 17.152459
ETB 184.537004
FJD 2.591908
FKP 0.861199
GBP 0.856613
GEL 3.018706
GGP 0.861199
GHS 13.041559
GIP 0.861199
GMD 82.899296
GNF 10034.188838
GTQ 8.722332
GYD 239.157325
HKD 8.968009
HNL 30.600941
HRK 7.537017
HTG 149.547823
HUF 354.258308
IDR 20564.654783
ILS 3.423231
IMP 0.861199
INR 109.156705
IQD 1497.782819
IRR 1573395.059545
ISK 143.886243
JEP 0.861199
JMD 179.569181
JOD 0.810742
JPY 184.136273
KES 147.849167
KGS 99.999062
KHR 4585.42379
KMF 492.847711
KPW 1029.147937
KRW 1759.087781
KWD 0.354313
KYD 0.952797
KZT 542.881142
LAK 25236.984322
LBP 102400.180395
LKR 383.75088
LRD 207.830933
LSL 18.627533
LTL 3.37645
LVL 0.69169
LYD 7.335571
MAD 10.727715
MDL 20.248324
MGA 4856.672013
MKD 61.664242
MMK 2400.494521
MNT 4098.511119
MOP 9.236895
MRU 45.808199
MUR 54.052987
MVR 17.678815
MWK 1986.254835
MXN 19.991757
MYR 4.665809
MZN 73.080833
NAD 18.627087
NGN 1567.166433
NIO 42.073605
NOK 11.257788
NPR 174.609497
NZD 2.006963
OMR 0.439668
PAB 1.143277
PEN 3.907966
PGK 5.022993
PHP 70.217023
PKR 317.924363
PLN 4.287998
PYG 6947.897428
QAR 4.167736
RON 5.233101
RSD 117.376518
RUB 88.618763
RWF 1676.138012
SAR 4.307784
SBD 9.204129
SCR 15.435748
SDG 686.666083
SEK 11.05337
SGD 1.476993
SHP 0.853736
SLE 27.872744
SLL 23978.570052
SOS 653.401242
SRD 43.049218
STD 23668.084638
STN 24.548996
SVC 10.00401
SYP 126.393151
SZL 18.715189
THB 37.975691
TJS 10.575708
TMT 4.00224
TND 3.382466
TOP 2.753267
TRY 53.392861
TTD 7.756481
TWD 36.464871
TZS 3001.683759
UAH 51.23593
UGX 4190.363389
USD 1.143497
UYU 45.891191
UZS 13620.064667
VES 723.34514
VND 30062.543051
VUV 137.216382
WST 3.167081
XAF 657.268818
XAG 0.018827
XAU 0.000277
XCD 3.090358
XCG 2.060485
XDR 0.817621
XOF 657.271698
XPF 119.331742
YER 272.842831
ZAR 18.604246
ZMK 10292.849052
ZMW 20.836496
ZWL 368.205652
  • DAX

    540.6000

    25580.88

    +2.11%

  • MDAX

    488.2200

    32544.86

    +1.5%

  • SDAX

    33.5800

    18229.17

    +0.18%

  • Euro STOXX 50

    77.9700

    6360.47

    +1.23%

  • TecDAX

    -1.4300

    3887.74

    -0.04%

  • Goldpreis

    55.1000

    4137.5

    +1.33%

  • EUR/USD

    0.0052

    1.1436

    +0.45%

Fünf europäische Staaten finden Beweise für Vergiftung Nawalnys durch Froschgift
Fünf europäische Staaten finden Beweise für Vergiftung Nawalnys durch Froschgift / Foto: Vera Savina - AFP/Archiv

Fünf europäische Staaten finden Beweise für Vergiftung Nawalnys durch Froschgift

Zwei Jahre nach dem Tod des russischen Oppositionspolitikers Alexej Nawalny in einem sibirischen Straflager haben fünf europäische Staaten Nachweise für eine Vergiftung des 47-Jährigen gefunden. Für Großbritannien, Schweden, Frankreich, Deutschland und die Niederlande stehe fest, "dass Alexej Nawalny mit einem tödlichen Toxin vergiftet wurde", hieß es am Samstag in einer am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) veröffentlichten gemeinsamen Erklärung. Die Außenminister Deutschlands und Frankreichs verurteilten den nachgewiesenen Einsatz des Gifts durch Russland scharf.

Textgröße:

Bei Untersuchungen von Gewebeproben von Nawalnys Körper seien eindeutig Spuren von Epibatidin festgestellt worden, hieß es in der gemeinsamen Erklärung weiter. Epibatidin ist ein Gift, das in südamerikanischen Pfeilgiftfröschen vorkommt. In Russland ist das Gift in der Natur nicht vorhanden.

"Russland behauptete, Nawalny sei eines natürlichen Todes gestorben. Angesichts der Toxizität von Epibatidin und der bekannt gewordenen Symptome war die Ursache seines Todes jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Vergiftung", hieß es weiter. "Nawalny verstarb in Haft, Russland hatte also die Mittel, ein Motiv und die Möglichkeit, ihm das Gift zu verabreichen."

"Wir wissen, dass der russische Staat dieses tödliche Gift gegen Nawalny eingesetzt hat, weil sie seine Opposition fürchteten", teilte das britische Außenministerium in einer separaten Erklärung mit.

Nawalny war der prominenteste Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Er starb am 16. Februar 2024 unter unklaren Umständen im sibirischen Straflager in Charp, wo er eine 19-jährige Haftstrafe verbüßte. Nawalnys Anhänger und zahlreiche westliche Politiker machen die russische Führung für den Tod des Oppositionellen verantwortlich.

"Das russische Regime zeigt nochmal seine schreckliche Fratze", sagte Wadephul mit Blick auf die Vergiftung am Samstag dem TV-Sender "Welt". "Das muss Folgen haben", fügte der Minister hinzu, ohne allerdings konkreter zu werden.

Wadephul nannte die nachgewiesene Vergiftung eine "schreckliche Nachricht". Sie zeige, dass Russlands Präsident Wladimir Putin "sich um Fragen der Menschlichkeit, aber auch um rechtliche Fragen, wie das Chemiewaffenverbot, nicht kümmert", sagte er weiter "Welt"-TV. Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) müsse sich mit dem Vorgang befassen, forderte er.

Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot erklärte seinerseits, die Vergiftung zeige, dass Putin bereit sei, "chemische Waffen gegen sein eigenes Volk einzusetzen, um an der Macht zu bleiben". Nawalny sei 2024 im Gefängnis "infolge einer Vergiftung mit einem der tödlichsten Nervengifte" gestorben, betonte er.

Nach dem Tod Nawalnys führt dessen Frau Julia Nawalnaja seine Arbeit fort. Am 16. Februar 2024 überschattete die Nachricht vom Tod des Kremlkritikers den ersten Tag der damaligen Münchner Sicherheitskonferenz. Nawalnaja wandte sich dort damals an die Öffentlichkeit und rief dazu auf, Putin "persönlich für alle Gräueltaten zur Rechenschaft" zu ziehen. Sie erhielt dafür stehende Ovationen.

Bereits 2020 hatte es einen Versuch gegeben, Nawalny zu vergiften. Im August 2020 brach der Oppositionelle während eines innerrussischen Fluges zusammen. Zwei Tage später wurde er im Koma liegend zur Behandlung in die Berliner Universitätsklinik Charité gebracht. Nach Angaben von drei europäischen Laboren, deren Ergebnisse von der OPCW bestätigt wurden, wurde Nawalny damals ein chemischer Nervenkampfstoff aus der Nowitschok-Gruppe verabreicht.

Die fünf Staaten wiesen in ihrer Erklärung darauf hin, dass sie, gemeinsam mit weiteren europäischen Staaten, den damaligen Vergiftungsversuch verurteilt hatten. "Diese neuesten Erkenntnisse unterstreichen ein weiteres Mal die Notwendigkeit, Russland für seine wiederholten Verstöße gegen das Chemiewaffenübereinkommen und, in diesem Fall, das Übereinkommen über das Verbot biologischer Waffen zur Rechenschaft zu ziehen", hieß es weiter.

Die fünf Staaten hätten Russlands Verstoß gegen das Chemiewaffenübereinkommen bereits bei der OPCW angezeigt. Sie zeigten sich zudem "besorgt, dass Russland nicht seine gesamten chemischen Waffen vernichtet hat".

S.Yamada--JT