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Nach einem tödlichen Unfall mit brennenden Autos auf einer Autobahn in Bayern ermittelt die Polizei wegen der Veröffentlichung eines Gaffervideos. Gegen den unbekannten Urheber sei ein Strafverfahren wegen der Verletzung von Persönlichkeitsrechten und unterlassener Hilfeleistung eingeleitet worden, teilte die Polizei am Montag in Nürnberg mit. Das in sozialen Medien geteilte Video zeigte demnach ein brennendes Unfallopfer.
Der Unfall ereignete sich am 12. Januar auf der Autobahn 6 in der Nähe von Nürnberg, als ein Lastwagen mutmaßlich wegen Glätte ins Schlingern geriet und mit zwei Pkw kollidierte. Ein mit zwei Menschen besetztes Auto sowie der Lkw fingen Feuer. Ein Autoinsasse wurde eingeklemmt und starb, der 64-jähriger zweite Insasse konnte von dem Lkw-Fahrer noch brennend aus dem Fahrzeug gerettet werden. Er wurde schwer verletzt.
Laut Polizei filmte der Gaffer die Rettung des brennenden 64-Jährigen aus unmittelbarer Nähe und veröffentlichte das Video. Aufgrund der Perspektive geht die Polizei davon aus, dass es sich um einen Autofahrer handelte, der wegen des Staus auf der Gegenspur wartete.
Die Beamten sprachen von einem "geschmacklosen Video" und kritisierte das entsprechende Verhalten. Das Vorgehen von Gaffern sei oft extrem gefährlich und könne dazu führen, dass Rettungs- und Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit behindert würden, hieß es. "Daher appelliert die Polizei eindringlich an alle: Leisten Sie Hilfe, wenn Sie dazu in der Lage sind, oder verlassen Sie den Unfallort so zügig, wie es verkehrsbedingt möglich ist."
T.Sasaki--JT