The Japan Times - Bundesgerichtshof: Mieter darf mit Untervermietung keinen Gewinn machen

EUR -
AED 4.205548
AFN 73.28972
ALL 94.107975
AMD 420.050267
ANG 2.050275
AOA 1050.676593
ARS 1705.145684
AUD 1.6492
AWG 2.064128
AZN 1.938485
BAM 1.956043
BBD 2.298455
BDT 140.707453
BGN 1.936307
BHD 0.430229
BIF 3405.807572
BMD 1.145147
BND 1.476377
BOB 7.902946
BRL 5.961979
BSD 1.141097
BTN 108.922706
BWP 15.475379
BYN 3.310624
BYR 22444.881975
BZD 2.295105
CAD 1.622044
CDF 2572.000268
CHF 0.918362
CLF 0.026898
CLP 1058.642311
CNY 7.774516
CNH 7.767097
COP 3858.859236
CRC 519.36442
CUC 1.145147
CUP 30.346397
CVE 110.278197
CZK 24.192039
DJF 203.20722
DKK 7.474632
DOP 67.858417
DZD 152.676273
EGP 56.264847
ERN 17.177206
ETB 184.192346
FJD 2.588548
FKP 0.857033
GBP 0.856622
GEL 3.017443
GGP 0.857033
GHS 12.981554
GIP 0.857033
GMD 83.020965
GNF 10007.673264
GTQ 8.705966
GYD 238.708566
HKD 8.981102
HNL 30.542055
HRK 7.534607
HTG 149.260693
HUF 353.871042
IDR 20559.969948
ILS 3.422787
IMP 0.857033
INR 109.162802
IQD 1494.99196
IRR 1575665.068718
ISK 143.956789
JEP 0.857033
JMD 179.233014
JOD 0.811916
JPY 184.444825
KES 147.849763
KGS 100.142561
KHR 4581.328211
KMF 493.558382
KPW 1030.632736
KRW 1759.140787
KWD 0.34959
KYD 0.951022
KZT 541.869577
LAK 25597.286751
LBP 102189.898112
LKR 383.039183
LRD 207.118456
LSL 18.681065
LTL 3.381321
LVL 0.692688
LYD 7.329621
MAD 10.69438
MDL 20.209977
MGA 4847.431936
MKD 61.642957
MMK 2403.672193
MNT 4101.351695
MOP 9.219684
MRU 45.553065
MUR 53.879066
MVR 17.704294
MWK 1978.87633
MXN 19.957566
MYR 4.65857
MZN 73.186326
NAD 18.681799
NGN 1567.752033
NIO 41.992825
NOK 11.233761
NPR 174.260549
NZD 2.002198
OMR 0.4403
PAB 1.141137
PEN 3.900684
PGK 5.014337
PHP 70.377875
PKR 317.32089
PLN 4.285083
PYG 6934.587636
QAR 4.159898
RON 5.232633
RSD 117.359295
RUB 88.749671
RWF 1673.014819
SAR 4.296698
SBD 9.228214
SCR 16.003561
SDG 687.667512
SEK 11.047732
SGD 1.477929
SHP 0.854968
SLE 27.884161
SLL 24013.165042
SOS 652.183742
SRD 43.111379
STD 23702.231676
STN 24.501648
SVC 9.985282
SYP 126.575504
SZL 18.680072
THB 37.982224
TJS 10.555955
TMT 4.019466
TND 3.376104
TOP 2.75724
TRY 53.596084
TTD 7.741994
TWD 36.581674
TZS 3008.877269
UAH 51.148758
UGX 4182.500519
USD 1.145147
UYU 45.805081
UZS 13594.686231
VES 731.638188
VND 30120.230007
VUV 137.668357
WST 3.181856
XAF 656.01259
XAG 0.018366
XAU 0.000275
XCD 3.094817
XCG 2.056664
XDR 0.815873
XOF 656.01259
XPF 119.331742
YER 271.457077
ZAR 18.556312
ZMK 10307.704435
ZMW 20.797307
ZWL 368.73688
  • EUR/USD

    0.0028

    1.1464

    +0.24%

  • DAX

    540.6000

    25580.88

    +2.11%

  • TecDAX

    -1.4300

    3887.74

    -0.04%

  • MDAX

    488.2200

    32544.86

    +1.5%

  • SDAX

    33.5800

    18229.17

    +0.18%

  • Euro STOXX 50

    77.9700

    6360.47

    +1.23%

  • Goldpreis

    54.3000

    4180

    +1.3%

Bundesgerichtshof: Mieter darf mit Untervermietung keinen Gewinn machen
Bundesgerichtshof: Mieter darf mit Untervermietung keinen Gewinn machen / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Bundesgerichtshof: Mieter darf mit Untervermietung keinen Gewinn machen

Ein Mieter darf mit der Untervermietung seiner Mietwohnung keinen Gewinn erzielen, der über seine eigenen Aufwendungen wie Miete oder Nebenkosten hinausgeht. Das gilt nicht als berechtigtes Interesse, wie der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Mittwoch entschied. Zugrunde lag ein Fall aus Berlin: Der Mieter zahlte weniger als 500 Euro Miete und vermietete die Wohnung für etwa das Doppelte unter. (Az. VIII ZR 228/23)

Textgröße:

Grundsätzlich dürfen Mieter die von ihnen gemietete Wohnung untervermieten. Sie brauchen dazu die Erlaubnis der Vermieter und können diese verlangen, wenn sie ein berechtigtes Interesse an der Untervermietung haben. Nicht geklärt war bislang, was als berechtigtes Interesse gilt. Der BGH entschied nun, dass es dabei nur um den Erhalt von Wohnraum geht. Wenn sich also die Lebensumstände von Mietern signifikant verändern, etwa nach einer Trennung, dürfen sie untervermieten, um die Wohnung halten zu können.

Offen blieb die Frage, ob für eine möblierte Wohnung ein Zuschlag genommen werden darf. Darüber entschied der BGH nicht. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hat zu dem Thema bereits neue Regulierungen angekündigt. Der BGH entschied auch nicht darüber, welche Rolle die Mietpreisbremse spielt. In dem Fall aus Berlin war die Untermiete deutlich höher, als es die Mietpreisbremse der Hauptstadt erlaubte.

Der Mieter mietete seit 2009 eine Zweizimmerwohnung für 460 Euro Kaltmiete, die später auf knapp 500 Euro erhöht wurde. Nach einigen Jahren ging er für einige Zeit ins Ausland und bat die Vermieterin um die Erlaubnis, die Wohnung befristet untervermieten zu dürfen. Er bekam die Erlaubnis. Sie galt bis Ende Januar 2020.

Der Mieter blieb aber länger als geplant im Ausland und vermietete die Wohnung weiter unter. Von den Untermietern verlangte er 962 Euro kalt. Er behielt einen Schlüssel für die Wohnung und lagerte dort auch einige persönliche Sachen, außerdem blieben die Möbel in der Wohnung. Die Vermieterin nahm sich eine neue Hausverwaltung, welche die Wohnung besichtigte und dort auf die Untermieter traf. Daraufhin kündigte die Vermieterin dem Mieter.

Sie zog vor Gericht, um zu erreichen, dass sowohl er als auch die Untermieter die Wohnung räumen. Die Untermieter sind inzwischen ausgezogen, der Hauptmieter wollte die Wohnung aber halten. Nach dem BGH-Urteil muss er sie nun allerdings räumen. Die Entscheidung berücksichtigt auch den Schutz von Untermietern, wie der Vorsitzende Richter Ralph Bünger sagte. Sie sollten so vor überhöhten Mieten geschützt werden.

Sowohl Mieter als auch potenzielle Vermieter zeigten sich zufrieden mit dem Urteil. "Der Bundesgerichtshof hat unmissverständlich klargestellt: Untervermietung dient dem Erhalt von Wohnraum und nicht der Gewinnerzielung" erklärte die Präsidentin des Deutschen Mieterbunds, Melanie Weber-Moritz. Viele Menschen seien auf Untervermietung angewiesen, weil sie auf dem regulären Wohnungsmarkt keine Chance hätten. "Diese Notlage darf nicht ausgenutzt werden - weder von Vermietenden noch von Hauptmietenden", fügte Weber-Moritz hinzu.

Auch der Eigentümerverband Haus & Grund begrüßte die Entscheidung. "Untervermietung ist kein Geschäftsmodell", erklärte sein Präsident Kai Warnecke. Das sei auch eine Frage der Fairness. "Private Vermieter haben Pflichten, tragen Verantwortung und Kosten - sie dürfen nicht zusehen müssen, wie Dritte das Mietverhältnis betrügerisch missbrauchen", betonte er.

M.Sugiyama--JT