The Japan Times - Anschlag am Jom-Kippur-Feiertag: Zwei Menschen vor Synagoge in Manchester getötet

EUR -
AED 4.266327
AFN 72.602888
ALL 96.045598
AMD 437.103753
ANG 2.079534
AOA 1065.27595
ARS 1623.419796
AUD 1.660456
AWG 2.093668
AZN 1.975506
BAM 1.956712
BBD 2.335279
BDT 142.276321
BGN 1.985698
BHD 0.438497
BIF 3443.70526
BMD 1.161697
BND 1.483604
BOB 8.029743
BRL 6.079504
BSD 1.15945
BTN 108.641175
BWP 15.887543
BYN 3.432585
BYR 22769.251731
BZD 2.331977
CAD 1.597925
CDF 2645.76246
CHF 0.915444
CLF 0.027004
CLP 1066.274537
CNY 8.007222
CNH 8.005872
COP 4304.062361
CRC 540.256487
CUC 1.161697
CUP 30.784958
CVE 110.316423
CZK 24.448487
DJF 206.475358
DKK 7.471933
DOP 69.462978
DZD 154.02952
EGP 61.070967
ERN 17.425448
ETB 179.250199
FJD 2.578737
FKP 0.867845
GBP 0.865714
GEL 3.142339
GGP 0.867845
GHS 12.667905
GIP 0.867845
GMD 85.390256
GNF 10162.73729
GTQ 8.879139
GYD 242.663116
HKD 9.093354
HNL 30.703577
HRK 7.535916
HTG 152.032177
HUF 390.334619
IDR 19619.36971
ILS 3.630708
IMP 0.867845
INR 109.529569
IQD 1518.908029
IRR 1525336.568915
ISK 143.806627
JEP 0.867845
JMD 182.976868
JOD 0.823622
JPY 184.409451
KES 150.265186
KGS 101.588619
KHR 4653.209117
KMF 494.883011
KPW 1045.493347
KRW 1735.49382
KWD 0.356014
KYD 0.96625
KZT 559.740919
LAK 24963.42164
LBP 103836.408796
LKR 364.45989
LRD 212.768265
LSL 19.766644
LTL 3.430188
LVL 0.702699
LYD 7.392414
MAD 10.809339
MDL 20.279278
MGA 4841.256719
MKD 61.640387
MMK 2439.131634
MNT 4146.061617
MOP 9.344056
MRU 46.244955
MUR 54.010439
MVR 17.959772
MWK 2010.537198
MXN 20.597114
MYR 4.585206
MZN 74.244083
NAD 19.766814
NGN 1597.6344
NIO 42.66989
NOK 11.261939
NPR 173.828525
NZD 1.989603
OMR 0.446615
PAB 1.15944
PEN 4.010569
PGK 5.007377
PHP 69.733125
PKR 323.935489
PLN 4.271285
PYG 7565.494041
QAR 4.228171
RON 5.09555
RSD 117.445202
RUB 93.517752
RWF 1696.290714
SAR 4.361242
SBD 9.342334
SCR 16.817866
SDG 698.179481
SEK 10.809778
SGD 1.484032
SHP 0.871573
SLE 28.579044
SLL 24360.207686
SOS 662.614577
SRD 43.378208
STD 24044.772443
STN 24.511637
SVC 10.145729
SYP 128.922229
SZL 19.765384
THB 37.720244
TJS 11.125286
TMT 4.077555
TND 3.400885
TOP 2.797086
TRY 51.514847
TTD 7.877672
TWD 37.105515
TZS 2982.724285
UAH 50.922437
UGX 4342.024005
USD 1.161697
UYU 47.252026
UZS 14145.593872
VES 533.07716
VND 30618.835095
VUV 138.774207
WST 3.193358
XAF 656.262912
XAG 0.015927
XAU 0.000256
XCD 3.139542
XCG 2.089674
XDR 0.81618
XOF 656.260087
XPF 119.331742
YER 277.187548
ZAR 19.614746
ZMK 10456.646968
ZMW 21.943134
ZWL 374.065804
  • EUR/USD

    0.0001

    1.1618

    +0.01%

  • DAX

    -16.9900

    22636.91

    -0.08%

  • TecDAX

    -19.0500

    3416.31

    -0.56%

  • Euro STOXX 50

    6.9700

    5581.29

    +0.12%

  • MDAX

    -104.2900

    28125.11

    -0.37%

  • Goldpreis

    142.6000

    4544.6

    +3.14%

  • SDAX

    54.2900

    16517.29

    +0.33%

Anschlag am Jom-Kippur-Feiertag: Zwei Menschen vor Synagoge in Manchester getötet
Anschlag am Jom-Kippur-Feiertag: Zwei Menschen vor Synagoge in Manchester getötet / Foto: Paul Currie - AFP

Anschlag am Jom-Kippur-Feiertag: Zwei Menschen vor Synagoge in Manchester getötet

Tödlicher Anschlag vor einer Synagoge im britischen Manchester am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur: Ein Angreifer hat am Donnerstag nach Polizeiangaben vor dem Gotteshaus zwei Menschen getötet und vier weitere schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter wurde von Polizisten erschossen. Die Polizei stufte den Angriff als "terroristisch" ein. Nach ihren Angaben wurden zwei Menschen festgenommen. Der britische Premierminister Keir Starmer und König Charles II. reagierten schockiert auf den Anschlag.

Textgröße:

Der Täter war nach Angaben der Polizei am Morgen vor der Synagoge Heaton Park im Stadtteil Crumpsall mit einem Wagen direkt in Menschen hineingefahren. Außerdem stach er laut Augenzeugenberichten mit einem Messer um sich. Vor dem Gotteshaus stationierte Polizisten erschossen den mutmaßlichen Täter, über den die Polizei zunächst keine Informationen veröffentlichte. Auch zu den zwei später Festgenommenen machte sie zunächst keine Angaben.

Zum Zeitpunkt des Anschlags war die Synagoge wegen des Feiertags Jom Kippur bis auf den letzten Platz besetzt. Der Anti-Terror-Verantwortliche der Londoner Polizei, Laurence Taylor, teilte mit, das Verbrechen sei als "terroristischer Vorfall" eingestuft worden.

Nach Angaben des Polizeipräsidenten von Manchester, Stephen Watson, trug der mutmaßliche Täter eine Weste, die so aussah, als enthielte sie Sprengstoff. In Reaktion auf den Anschlag hatte die Polizei den nationalen Einsatzplan zur Terrorismusbekämpfung aktiviert.

Laut Watson wurde der mutmaßliche Täter sieben Minuten nach dem ersten Alarmanruf von 09.30 Ortszeit (10.30 Uhr MESZ) von den tödlichen Polizeikugeln getroffen. Zwei Mitglieder der jüdischen Gemeinde seien getötet worden, vier weitere Menschen lägen´mit "schweren Verletzungen" im Krankenhaus. In vorherigen Angaben der Polizei war noch von drei Verletzten die Rede gewesen.

Ein Augenzeuge mit dem Vornamen Gareth sagte dem britischen Sender BBC, er habe gesehen, wie die Polizei auf einen Mann geschossen habe. "Sie haben ihn mehrfach gewarnt, aber er hat nicht darauf gehört", sagte er.

Die Polizeiarbeit am Tatort wurde offensichtlich durch das mögliche Vorhandenseins von Sprengstoff verzögert. Experten zur Bombenentschärfung waren vor Ort. Der Anti-Terrorismus-Beamte Taylor sagte, die Polizei meine, die Identität des mutmaßlichen Attentäters zu kennen, könne diese aber "aus Sicherheitsgründen am Tatort" noch nicht bestätigen. Wegen "verdächtiger Objekte" am Körper des Verdächtigen war dessen Tod auch erst mit einigen Stunden Verzögerung bestätigt worden.

Premierminister Starmer zeigte sich "entsetzt" über den Anschlag. Dass er sich an Jom Kippur ereignete, mache ihn "noch furchtbarer", erklärte Starmer im Onlinedienst X. Er brach seine Teilnahme an einem Gipfeltreffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft in Kopenhagen ab. Vor seinem Rückflug kündigte er eine erhöhte Polizeipräsenz vor allen Synagogen in Großbritannien an. Es werde alles getan, "um unsere jüdische Gemeinschaft zu schützen".

Charles III. erklärte, er und Königin Camilla seien "zutiefst schockiert und traurig über den furchtbaren Angriff in Manchester, besonders an so einem bedeutenden Tag für die jüdische Gemeinschaft".

Der israelische Außenminister Gideon Saar zeigte sich "bestürzt". Er erklärte im Onlinedienst X: "Die Wahrheit muss gesagt werden: Offene und unkontrollierte anti-semitische und anti-israelische Hetze, genauso wie Aufrufe zur Unterstützung von Terrorismus, sind in jüngster Zeit ein weit verbreitetes Phänomen auf den Straßen von London geworden, in den Städten überall in Großbritannien, und an den Unis."

Manchester hat eine der größten jüdischen Gemeinden im Vereinigten Königreich. Nach Angaben des Institute for Jewish Policy Research lebten im Jahr 2021 mehr als 28.000 Jüdinnen und Juden in der nordwestenglischen Stadt.

Auch die Europäische Union reagierte stark betroffen auf den Anschlag. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas nannte ihn auf X "absolut entsetzlich" und erklärte: "Hass, Antisemitismus und Gewalt haben keinen Platz in unserer Gesellschaft". Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betonte, der Antisemitismus müsse weiterhin "in allen seinen Formen" bekämpft werden.

Der Anschlag ereignete sich wenige Tage vor dem zweiten Jahrestag des Angriffs der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas auf Israel, der den Gaza-Krieg ausgelöst hatte. Bei dem Hamas-Überfall waren nach israelischen Angaben 1219 Menschen getötet worden. 251 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Seither geht die israelische Armee massiv militärische im Gazastreifen vor. Nach Angaben des Hamas-Gesundheitsministeriums wurden mehr als 66.000 Palästinenser getötet.

Der Angriff in Manchester erinnert an den Anschlag auf die Synagoge von Halle vor sechs Jahren. Der Rechtsextremist Stephan B. hatte am 9. Oktober 2019, ebenfalls an Jom Kippur, versucht, das Gotteshaus zu stürmen und die dort versammelten 52 Gemeindemitglieder zu töten. Das scheiterte an der gesicherten Eingangstür und Ladehemmungen seiner selbstgebauten Waffen.

Unmittelbar danach erschoss der Attentäter eine Passantin auf der Straße und einen jungen Mann in einem Dönerimbiss. 2020 wurde B. zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt.

K.Abe--JT