The Japan Times - Ukraine und EU beschließen Einrichtung von Sondertribunal zu Moskaus Angriffskrieg

EUR -
AED 4.105921
AFN 71.553678
ALL 91.669467
AMD 402.546359
ANG 2.00166
AOA 1025.22275
ARS 1700.067271
AUD 1.607953
AWG 2.015227
AZN 1.901008
BAM 1.954083
BBD 2.251891
BDT 137.719012
BGN 1.882117
BHD 0.421624
BIF 3358.049917
BMD 1.118018
BND 1.431343
BOB 13.416329
BRL 5.593776
BSD 1.118003
BTN 108.128557
BWP 15.456421
BYN 3.428888
BYR 21913.14906
BZD 2.248625
CAD 1.593181
CDF 2591.009072
CHF 0.930767
CLF 0.027672
CLP 1092.762094
CNY 7.495859
CNH 7.500055
COP 3626.369025
CRC 510.44472
CUC 1.118018
CUP 26.833427
CVE 110.167232
CZK 24.427789
DJF 199.090645
DKK 7.474642
DOP 67.400788
DZD 150.510896
EGP 58.55484
ERN 16.770267
ETB 181.647121
FJD 2.518668
FKP 0.842078
GBP 0.846592
GEL 2.878897
GGP 0.842078
GHS 13.215567
GIP 0.842078
GMD 82.733608
GNF 9836.358652
GTQ 8.539383
GYD 233.839341
HKD 8.774595
HNL 30.013633
HRK 7.532979
HTG 146.411376
HUF 366.707041
IDR 20009.164731
ILS 3.429688
IMP 0.842078
INR 108.169733
IQD 1464.613321
IRR 1936574.548266
ISK 136.991052
JEP 0.842078
JMD 177.613964
JOD 0.792704
JPY 176.905633
KES 145.230022
KGS 97.76898
KHR 4552.062037
KMF 489.691471
KPW 1006.216384
KRW 1496.981013
KWD 0.347111
KYD 0.931781
KZT 499.774238
LAK 25071.973998
LBP 100121.841873
LKR 369.905034
LRD 191.192036
LSL 18.663553
LTL 3.301216
LVL 0.676278
LYD 7.18269
MAD 11.149805
MDL 19.912507
MGA 4985.620079
MKD 61.515958
MMK 2347.494888
MNT 4021.499564
MOP 9.03806
MRU 44.766272
MUR 52.97208
MVR 17.228871
MWK 1938.722822
MXN 20.221901
MYR 4.572027
MZN 71.436598
NAD 18.663804
NGN 1484.068065
NIO 41.143303
NOK 10.712506
NPR 173.01033
NZD 1.997745
OMR 0.4299
PAB 1.118018
PEN 3.848767
PGK 5.067548
PHP 70.237205
PKR 309.617498
PLN 4.382403
PYG 6523.298385
QAR 4.076337
RON 5.354636
RSD 117.417541
RUB 95.559602
RWF 1651.349272
SAR 4.193522
SBD 9.016859
SCR 15.539263
SDG 672.49389
SEK 11.224071
SGD 1.431393
SHP 0.843501
SLE 27.59209
SLL 23444.265373
SOS 638.938685
SRD 42.093821
STD 23140.711381
STN 24.478167
SVC 9.783318
SYP 14536.467839
SZL 18.657609
THB 37.664338
TJS 10.319634
TMT 3.913062
TND 3.340166
TOP 2.691918
TRY 55.003575
TTD 7.584235
TWD 35.625081
TZS 2962.750581
UAH 50.167527
UGX 4555.936435
USD 1.118018
UYU 44.840206
UZS 13187.296864
VES 975.777602
VND 29046.661692
VUV 134.366078
WST 3.113357
XAF 655.957
XAG 0.018556
XAU 0.000271116777
XCD 3.021499
XCG 2.015003
XDR 0.790497
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 264.103792
ZAR 18.650527
ZMK 10063.494088
ZMW 22.238463
ZWL 360.001278
SSP 6426.076194
MXV 2.285567
  • Goldpreis

    39.3000

    4219

    +0.93%

  • DAX

    -38.2900

    25360.92

    -0.15%

  • Euro STOXX 50

    -11.5200

    6308.74

    -0.18%

  • TecDAX

    -4.8600

    3998.24

    -0.12%

  • MDAX

    129.2300

    31012.42

    +0.42%

  • SDAX

    27.7900

    18406.89

    +0.15%

  • EUR/USD

    0.0017

    1.1364

    +0.15%

Ukraine und EU beschließen Einrichtung von Sondertribunal zu Moskaus Angriffskrieg
Ukraine und EU beschließen Einrichtung von Sondertribunal zu Moskaus Angriffskrieg / Foto: Sergii VOLSKYI - AFP

Ukraine und EU beschließen Einrichtung von Sondertribunal zu Moskaus Angriffskrieg

Die Ukraine und die EU haben bei einem Außenministertreffen im westukrainischen Lwiw die Einrichtung eines Sondertribunals zum russischen Angriffskrieg beschlossen. Vertreter der Ukraine und der EU gaben am Freitag grünes Licht für das Projekt, mit dem russische Verantwortliche zur Rechenschaft gezogen werden sollen. Die EU sagte Kiew zudem eine Milliarde Euro aus russischen Vermögenswerten zu. Während die EU-Außenminister in Lwiw ihre Unterstützung für Kiew betonten, wurde in Moskau mit einer Militärparade der Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg gefeiert.

Textgröße:

Die Vorarbeiten zur Einrichtung des beim Europarat angesiedelten Tribunals seien abgeschlossen, hieß es in einer bei dem Treffen in Lwiw veröffentlichten gemeinsamen Erklärung. Das Sondertribunal soll das "Verbrechen der Aggression" gegen die Ukraine ahnden und die politischen und militärischen Verantwortlichen aus Russland zur Rechenschaft ziehen.

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha sagte bei dem Treffen mit seinen EU-Kollegen in Lwiw, er hoffe darauf, dass Kreml-Chef Wladimir Putin und andere russische Regierungsmitglieder vor Gericht gebracht werden.

Es dürfe keine Straflosigkeit geben, sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas. "Russlands Aggression darf nicht ungestraft bleiben und deshalb ist es äußerst wichtig, dieses Tribunal zu schaffen."

Für die Ahndung von Kriegsverbrechen im Ukraine-Krieg soll ist der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag zuständig. Der IStGH hatte im März 2023 wegen des Vorwurfs der Zwangsdeportation ukrainischer Kinder im Zuge der russischen Offensive einen Haftbefehl gegen Putin ausgestellt. Der IStGH kann jedoch nicht gegen Moskau wegen des "Verbrechens der Aggression", also die Entscheidung zum Angriff auf die Ukraine, vorgehen.

Das Sondertribunal soll diese Rechtslücke nun schließen und Verantwortliche aus dem Kreml sowie dem russischen Militär vor Gericht bringen. Ein Prozess gegen Putin wäre aber erst nach dem Ende seiner Präsidentschaft möglich, da amtierende Staatschefs, Ministerpräsidenten und Außenminister Immunität genießen.

Die vereinbarte Einrichtung des Sondertribunals sei eine "gute Nachricht", erklärte Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD). "Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine ist ein brutales, völkerrechtswidriges Verbrechen, wie es in der jüngeren europäischen Geschichte kein zweites gegeben hat." Das neue Tribunal sende das Signal aus, dass es auch für das Verbrechen der Aggression keine Straflosigkeit gebe.

Unter Ex-Präsident Joe Biden zählten die USA zu den treibenden Kräften bei der Einrichtung des Sondertribunals, seit dem Amtsantritt seines Nachfolgers Donald Trump hat sich dies allerdings geändert. Kallas sagte, sie hoffe dennoch, dass Washington "eher früher als später" die Initiative unterstützen werde.

Die EU sagte ukrainischen Rüstungsunternehmen am Freitag außerdem eine Milliarde Euro aus den Erlösen eingefrorener russischer Vermögenswerte zu, um das Land im Krieg gegen Moskau weiter zu unterstützen. Die Mittel würden "die ukrainischen Verteidigungsfirmen direkt unterstützen und zusätzliche Militärhilfe in den kommenden Monaten sichern, die von entscheidender Bedeutung ist", betonte Kallas.

Während des Treffens der EU-Außenminister in Lwiw fand in Moskau die große Militärparade zum Sieg über Nazi-Deutschland statt. "Es ist wichtig und symbolisch, dass die europäischen Partner am Europatag an der Seite der Ukraine stehen", erklärte der ukrainische Regierungschef Denis Schmyhal in Onlinenetzwerken. Auch Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hatte das Treffen in Lwiw am Donnerstagabend als wichtige Geste bezeichnet, die zeige, "dass wir an der Seite der Ukraine stehen".

Putin nutzte die Militärparade in Moskau, um den Einsatz der in der Ukraine für Russland kämpfenden Soldaten zu würdigen. Ganz Russland stehe hinter der Offensive, sagte der Kreml-Chef vor tausenden Soldaten und rund 20 ausländischen Staats- und Regierungschefs auf dem Roten Platz.

Putin zog in seiner Ansprache Parallelen zwischen dem Zweiten Weltkrieg und der russischen Offensive in der Ukraine. Russland "war und bleibt eine unzerstörbare Barriere gegen Nazismus, Russophobie und Antisemitismus", betonte er.

Zu den hochrangigen ausländischen Gästen in Moskau zählten Chinas Staatschef Xi Jinping, der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva und Serbiens Präsident Aleksandar Vucic. Als einziger Regierungschef aus der EU reiste - trotz Warnungen aus Brüssel - der slowakische Ministerpräsident Robert Fico an.

Putin hatte anlässlich der Gedenkfeiern einseitig eine dreitägige Waffenruhe im Ukraine-Krieg verkündet. Kiew warf Russland aber vor, diese selbst zu brechen.

Deutschland und Frankreich riefen Putin am Freitag erneut auf, einer längeren Waffenruhe in der Ukraine zuzustimmen und drohten Moskau mit weiteren Sanktionen. Russland müsse "jetzt endlich den Pfad für echte Friedensverhandlungen" beschreiten, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bei seinem Antrittsbesuch in Brüssel. Auch Trump hatte am Donnerstag zu einer "30-tägigen, bedingungslosen Waffenruhe" aufgerufen. Selenskyj kündigte für Samstag ein Gipfeltreffen mit führenden europäischen Politikern in der Ukraine an.

M.Ito--JT