The Japan Times - Verbrechen gegen die Menschlichkeit: Philippinischer Ex-Präsident Duterte verhaftet

EUR -
AED 4.122713
AFN 72.405042
ALL 91.708386
AMD 405.157943
ANG 2.009846
AOA 1029.415078
ARS 1702.413895
AUD 1.609448
AWG 2.023468
AZN 1.919644
BAM 1.957029
BBD 2.254035
BDT 137.98662
BGN 1.889814
BHD 0.422469
BIF 3356.737064
BMD 1.12259
BND 1.434813
BOB 13.36751
BRL 5.633149
BSD 1.119112
BTN 108.252919
BWP 15.459842
BYN 3.425611
BYR 22002.758036
BZD 2.250733
CAD 1.59561
CDF 2598.795042
CHF 0.931923
CLF 0.027822
CLP 1098.555434
CNY 7.523933
CNH 7.518747
COP 3621.261066
CRC 509.924643
CUC 1.12259
CUP 26.858741
CVE 110.335245
CZK 24.372509
DJF 199.286876
DKK 7.474124
DOP 67.713109
DZD 150.831554
EGP 58.825274
ERN 16.838845
ETB 182.797049
FJD 2.52274
FKP 0.849586
GBP 0.847785
GEL 2.915052
GGP 0.849586
GHS 13.211411
GIP 0.849586
GMD 83.071911
GNF 9845.136347
GTQ 8.555447
GYD 234.139064
HKD 8.809815
HNL 30.038857
HRK 7.534037
HTG 146.543297
HUF 365.391698
IDR 20071.90376
ILS 3.438718
IMP 0.849586
INR 108.649787
IQD 1695.456756
IRR 1944493.741576
ISK 136.798539
JEP 0.849586
JMD 177.781601
JOD 0.795969
JPY 177.400602
KES 145.869468
KGS 98.170769
KHR 4554.838973
KMF 493.939281
KPW 1010.331083
KRW 1506.100186
KWD 0.348905
KYD 0.932627
KZT 504.481177
LAK 25149.675469
LBP 100217.396049
LKR 370.39086
LRD 191.371837
LSL 18.678308
LTL 3.314715
LVL 0.679044
LYD 7.19458
MAD 11.1522
MDL 20.015654
MGA 4997.181451
MKD 61.613403
MMK 2357.175515
MNT 4036.550753
MOP 9.045738
MRU 44.676433
MUR 53.345365
MVR 17.299241
MWK 1940.53544
MXN 20.399868
MYR 4.589599
MZN 71.736425
NAD 18.678392
NGN 1492.303724
NIO 41.18567
NOK 10.7242
NPR 173.20427
NZD 1.999041
OMR 0.431633
PAB 1.119098
PEN 3.849516
PGK 5.072161
PHP 70.519976
PKR 309.910204
PLN 4.377762
PYG 6441.100721
QAR 4.079397
RON 5.344308
RSD 117.365601
RUB 95.448648
RWF 1652.937617
SAR 4.217388
SBD 9.071765
SCR 15.684926
SDG 675.244707
SEK 11.176408
SGD 1.436465
SHP 0.84855
SLE 27.643785
SLL 23540.13551
SOS 639.601504
SRD 42.266063
STD 23235.340202
STN 24.51528
SVC 9.792583
SYP 14595.911509
SZL 18.672888
THB 37.706101
TJS 10.312666
TMT 3.929064
TND 3.346731
TOP 2.702926
TRY 55.386668
TTD 7.601738
TWD 35.845361
TZS 2963.636651
UAH 50.267703
UGX 4582.91771
USD 1.12259
UYU 44.878572
UZS 13222.300182
VES 980.737804
VND 29003.788674
VUV 134.823717
WST 3.110459
XAF 655.957
XAG 0.018676
XAU 0.000268907913
XCD 3.033854
XCG 2.016956
XDR 0.793729
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 265.099292
ZAR 18.562133
ZMK 10104.659218
ZMW 22.282186
ZWL 361.473424
SSP 6456.723604
MXV 2.305177
  • Goldpreis

    39.3000

    4219

    +0.93%

  • DAX

    -38.2900

    25360.92

    -0.15%

  • Euro STOXX 50

    -11.5200

    6308.74

    -0.18%

  • TecDAX

    -4.8600

    3998.24

    -0.12%

  • MDAX

    129.2300

    31012.42

    +0.42%

  • SDAX

    27.7900

    18406.89

    +0.15%

  • EUR/USD

    0.0017

    1.1364

    +0.15%

Verbrechen gegen die Menschlichkeit: Philippinischer Ex-Präsident Duterte verhaftet
Verbrechen gegen die Menschlichkeit: Philippinischer Ex-Präsident Duterte verhaftet / Foto: Jam STA ROSA - AFP

Verbrechen gegen die Menschlichkeit: Philippinischer Ex-Präsident Duterte verhaftet

Der frühere philippinische Präsident Rodrigo Duterte ist wegen des Vorwurfs von Verbrechen gegen die Menschlichkeit verhaftet worden. Grundlage der Verhaftung ist ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH), wie der Präsidentenpalast am Dienstag mitteilte. Darin werden dem 79-Jährigen Verbrechen im Zusammenhang mit seinem Vorgehen gegen die Drogenkriminalität im Land vorgeworfen. Duterte verlangte in einem Onlinevideo, die Gründe seiner Verhaftung zu erfahren.

Textgröße:

Duterte wurde bei der Rückkehr von einer kurzen Reise nach Hongkong am Flughafen der philippinischen Hauptstadt Manila festgenommen. "Interpol Manila hat am frühen Morgen eine offizielle Kopie des IStGH-Haftbefehls erhalten", teilte der Präsidentenpalast mit. Ab sofort befinde sich Duterte im Gewahrsam der Behörden. Ihm gehe es gut und er werde von Ärzten der Regierung untersucht.

Der IStGH legt dem 79-jährigen Ex-Präsidenten Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Last. Laut Menschenrechtsorganisationen wurden beim Anti-Drogen-Kampf auf den Philippinen zehntausende meist sehr arme Männer getötet, ohne dass ihnen eine Verbindung zu Drogen nachgewiesen werden konnte.

Duterte selbst äußerte sich unmittelbar nach seiner Verhaftung in einem Onlinevideo, das auf dem Instagram-Kanal seiner Tochter Veronica veröffentlicht wurde. Darin fragte er nach den Vorwürfen und den Verbrechen, das er begangen haben soll. "Zeigen Sie mir jetzt die Rechtsgrundlage dafür, warum ich hier bin", forderte der 79-Jährige. "Ich wurde nicht aus eigenem Willen hierher gebracht, sondern von jemand anderem (...) Sie müssen sich jetzt für die Freiheitsberaubung verantworten."

Wo genau das Video aufgenommen wurde, ließ sich nicht nachvollziehen. Laut seiner Partei befindet sich Duterte auf dem Luftwaffenstützpunkt Villamor in der Nähe des Flughafens von Manila.

Dutertes ehemaliger Chefjustiziar Salvador Panelo bezeichnete die Verhaftung als "rechtswidrig". Die Polizei habe einem seiner Anwälte nicht erlaubt, den Ex-Präsidenten zu treffen und die Rechtsgrundlage für die Verhaftung zu hinterfragen. Zudem sei ihm keine Kopie des IStGH-Haftbefehls zur Verfügung gestellt worden.

China sprach im Zusammenhang mit der Verhaftung von Duterte von einer "Politisierung" und "Doppelmoral" des IStGH. Peking werde die Entwicklung der Situation im Auge behalten, sagte Außenministeriumssprecherin Mao Ning.

Erfreut zeigten sich dagegen Menschenrechtsorganisationen und Gegner des Anti-Drogenkriegs. Die philippinische Organisation Karapatan nannte die Festnahme "längst überfällig" und forderte den amtierenden Präsidenten Ferdinand Marcos Jr. auf, Duterte an den IStGH auszuliefern. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch sprach von einem "entscheidenden Schritt für die Verantwortung der Philippinen".

Der IStGH hatte 2018 die Vorermittlungen zu Dutertes umstrittenem Vorgehen eingeleitet. Die Philippinen traten daraufhin 2019 aus dem IStGH aus. Der Gerichtshof erklärte sich dennoch für zuständig und leitete im September 2021 offizielle Ermittlungen ein.

Zwei Monate später wurden die Ermittlungen allerdings schon wieder ausgesetzt, nachdem die Regierung der Philippinen versprochen hatte, hunderte tödliche Einsätze der Anti-Drogen-Polizei erneut selbst zu untersuchen. Allerdings wurde nur in einigen wenigen Fällen Anklage erhoben. Neun Polizisten wurden wegen Mordes an Drogenverdächtigen verurteilt.

Der Chefankläger des IStGH, Karim Khan, beantragte daraufhin im Juni 2022 die Wiederaufnahme der Ermittlungen. Ende Januar gab der Gerichtshof grünes Licht - eine Entscheidung, gegen die Manila kurz darauf Berufung einlegte. Der IStGH lehnte den Antrag 2023 jedoch ab: Ein aus fünf Richtern bestehendes Gremium wies Manilas Einwand zurück, dass das Gericht wegen des Austritts aus dem IStGH nicht zuständig sei.

Seitdem hat die Regierung von Präsident Marcos Jr. mehrfach erklärt, dass sie nicht mit den Ermittlern kooperieren werde. Allerdings sagte eine Vertreterin des Kommunikationsbüros des Präsidenten am Sonntag, wenn Interpol "die Regierung um die notwendige Unterstützung bitten würde, sei sie verpflichtet, dem nachzukommen".

Die philippinischen Behörden gehen seit Jahren mit harten Methoden gegen den Drogenhandel im Land vor. Der von 2016 bis Juni 2022 amtierende Präsident Duterte hatte einen tödlichen "Anti-Drogen-Krieg" begonnen, sein Nachfolger Ferdinand Marcos Jr. führt das Vorgehen gegen Drogen fort.

Offiziellen philippinischen Angaben zufolge wurden bei mehr als 200.000 Anti-Drogen-Einsätzen in dem Land mindestens 6181 Menschen getötet. Nach Einschätzung der IStGH-Ermittler liegt diese Zahl aber mit 12.000 bis 30.000 Toten deutlich höher.

S.Yamamoto--JT