The Japan Times - Schutz vor Diskriminierung: Beauftragte fordern Reform des AGG

EUR -
AED 4.110794
AFN 72.757505
ALL 91.453078
AMD 406.107102
ANG 2.004036
AOA 1027.558418
ARS 1697.772449
AUD 1.605693
AWG 2.01482
AZN 1.891677
BAM 1.952067
BBD 2.253041
BDT 137.936234
BGN 1.884351
BHD 0.422567
BIF 3346.995109
BMD 1.119345
BND 1.432416
BOB 13.250425
BRL 5.58109
BSD 1.118636
BTN 108.142858
BWP 15.389023
BYN 3.403001
BYR 21939.153214
BZD 2.249848
CAD 1.596471
CDF 2585.685989
CHF 0.931709
CLF 0.027775
CLP 1093.163301
CNY 7.490821
CNH 7.49306
COP 3586.950809
CRC 510.401195
CUC 1.119345
CUP 26.848061
CVE 110.050134
CZK 24.395219
DJF 199.204625
DKK 7.474737
DOP 67.797327
DZD 150.68281
EGP 59.011506
ERN 16.790168
ETB 181.742213
FJD 2.515447
FKP 0.845532
GBP 0.845592
GEL 2.898612
GGP 0.845532
GHS 13.149327
GIP 0.845532
GMD 82.273055
GNF 9840.742625
GTQ 8.552302
GYD 233.973182
HKD 8.784213
HNL 30.02584
HRK 7.534869
HTG 146.485306
HUF 365.198489
IDR 20062.292237
ILS 3.445382
IMP 0.845532
INR 107.108905
IQD 1694.721446
IRR 1991840.049286
ISK 136.806394
JEP 0.845532
JMD 177.545733
JOD 0.793634
JPY 177.356819
KES 145.235271
KGS 97.886366
KHR 4542.21278
KMF 492.511164
KPW 1007.410452
KRW 1491.649465
KWD 0.348552
KYD 0.932209
KZT 508.333406
LAK 25085.470449
LBP 100175.057058
LKR 370.12397
LRD 191.286525
LSL 18.507795
LTL 3.305134
LVL 0.67708
LYD 7.193084
MAD 10.984553
MDL 20.057109
MGA 4988.28298
MKD 61.504094
MMK 2350.651877
MNT 4025.334748
MOP 9.042008
MRU 44.702321
MUR 53.202731
MVR 17.293699
MWK 1939.69554
MXN 20.587332
MYR 4.570393
MZN 71.537465
NAD 18.508043
NGN 1489.892762
NIO 41.169435
NOK 10.721026
NPR 173.027402
NZD 1.99878
OMR 0.430394
PAB 1.118641
PEN 3.836412
PGK 5.072097
PHP 70.248971
PKR 309.771326
PLN 4.389879
PYG 6362.690941
QAR 4.088717
RON 5.333662
RSD 117.381214
RUB 94.164486
RWF 1648.90272
SAR 4.205008
SBD 9.042145
SCR 15.583924
SDG 673.309225
SEK 11.207611
SGD 1.43322
SHP 0.845746
SLE 27.614556
SLL 23472.08649
SOS 639.260452
SRD 42.190893
STD 23168.172273
STN 24.452259
SVC 9.788064
SYP 14553.718146
SZL 18.504202
THB 37.615017
TJS 10.291407
TMT 3.928899
TND 3.338482
TOP 2.695113
TRY 55.225099
TTD 7.599299
TWD 35.740478
TZS 2957.869644
UAH 50.24233
UGX 4574.069424
USD 1.119345
UYU 44.932273
UZS 13312.365253
VES 980.211816
VND 29021.805865
VUV 134.046722
WST 3.117942
XAF 655.957
XAG 0.018468
XAU 0.000267942505
XCD 3.025084
XCG 2.0161
XDR 0.791435
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 264.383408
ZAR 18.537015
ZMK 10075.429032
ZMW 22.232989
ZWL 360.428489
SSP 6444.661914
MXV 2.325065
  • Goldpreis

    39.3000

    4219

    +0.93%

  • DAX

    -38.2900

    25360.92

    -0.15%

  • Euro STOXX 50

    -11.5200

    6308.74

    -0.18%

  • TecDAX

    -4.8600

    3998.24

    -0.12%

  • MDAX

    129.2300

    31012.42

    +0.42%

  • SDAX

    27.7900

    18406.89

    +0.15%

  • EUR/USD

    0.0017

    1.1364

    +0.15%

Schutz vor Diskriminierung: Beauftragte fordern Reform des AGG
Schutz vor Diskriminierung: Beauftragte fordern Reform des AGG / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Schutz vor Diskriminierung: Beauftragte fordern Reform des AGG

Diskriminierung auf dem Amt, bei der Wohnungssuche oder in der Arztpraxis: Mehrere Beauftragte der Bundesregierung haben die Ampel-Koalition zu Gesetzesänderungen aufgerufen, um Menschen in Deutschland wirksamer vor solchen strukturellen Benachteiligungen zu schützen. In einem am Dienstag vorgestellten Jahresbericht forderten sie eine Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG), um Diskriminierung entgegenzuwirken. Insgesamt nahmen zuletzt Diskriminierungsfälle etwa wegen der Herkunft, der Religion, einer Behinderung oder der sexuellen Orientierung stark zu, kritisierten die Verfasserinnen und Verfasser.

Textgröße:

Konkret fordern die Autorinnen und Autoren des Lageberichtes, dass das AGG auch für staatliche Stellen gelten soll. Diese sind bisher nicht erfasst, dabei erlebten Betroffene oft gerade hier Diskriminierung, wie die Antidiskriminierungs-Beauftragte Ferda Ataman am Dienstag bemängelte. Dies betreffe etwa Ämter, Schulen oder Polizeibehörden. "Das AGG ist oft so lückenhaft, dass es selbst bei handfesten Diskriminierungen nicht hilft", sagte Ataman vor Journalisten in Berlin.

Ferner müsse auch die Staatsangehörigkeit als mögliches Diskriminierungsmerkmal ins AGG aufgenommen werden, forderten die Verfasserinnen und Verfasser. Der Antisemitismus-Beauftragte Felix Klein etwa kritisierte, dass israelische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger derzeit von der staatlichen Fluggesellschaft Kuwaits wegen ihrer Nationalität ausgeschlossen würden. Dies geschehe, ohne dass es dagegen in Deutschland rechtliche Handhabe gebe. "Das AGG schützt Jüdinnen und Juden nicht in dem Maß, in dem es möglich ist", sagte Klein.

Um Menschen mit Behinderung besser zu schützen, werden auch mehr Teilhabemöglichkeiten durch Barrierefreiheit gefordert. Der Bundesbeauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, kritisierte, dass viele Produkte und Dienstleistungen in Deutschland nicht für alle gleichermaßen zugänglich seien. Er nannte etwa die Situation bei der Deutschen Bahn "verheerend". Bei den Arztpraxen sei nur ein Viertel barrierefrei, das Recht auf freie Arztwahl sei für Menschen mit Behinderungen daher oft eingeschränkt.

Dem am Dienstag vorgestellten Lagebericht zufolge gab es in den vergangenen Jahren eine deutliche Zunahme von Fällen von Diskriminierungen. Im Berichtszeitraum von 2021 bis 2023 wendeten sich rund 20.600 Menschen an die Antidiskriminierungsstelle des Bundes. In etwa der Hälfte der Fälle habe diese tätig werden können, sagte Ataman. In den anderen Fällen habe es sich entweder um Vorfälle bei öffentlichen Stellen gehandelt, oder andere Hindernisse wie abgelaufene Fristen hätten einer Befassung im Wege gestanden.

"Dass die Zahlen von Jahr zu Jahr steigen, ist nicht überraschend", sagte Ataman mit Blick auf eine Verrohung der gesellschaftlichen Debatten. "Unser Land steckt in einer Diskriminierungskrise." Das gesellschaftliche Klima werde von Hetze bestimmt. Wahlerfolge der in Teilen als rechtsextremistisch eingestuften AfD wie zuletzt bei den Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen belegten diese Entwicklung. "Viele Menschen fragen sich: 'Bin ich hier noch sicher, und was tut unser Land, um uns zu schützen'", sagte Ataman.

Menschen erlebten immer häufiger strukturelle Benachteiligungen, fuhr Ataman fort. Für Frauen gelte das vor allem im Arbeitsleben, was die Bezahlung oder auch sexuelle Belästigungen angeht. Ältere Menschen würden häufig von Banken benachteiligt, und auch "der Wohnungsmarkt ist ein Hotspot der Diskriminierung", etwa für Menschen mit Migrationsgeschichte, monierte Ataman.

Eine Reform des AGG sei vor dem Hintergrund diesem Hintergrund dringend nötig, werde aber vor allem vom Bundesjustizministerium "verschleppt", kritisierte Ataman. "Offenbar kann man sich nicht darauf einigen, Menschen in Deutschland ordentlich vor Diskriminierung zu schützen". Das grenze für sie an Arbeitsverweigerung.

S.Yamada--JT