The Japan Times - Beratungsstellen verzeichnen starken Anstieg rechter Gewalt im Jahr 2023

EUR -
AED 4.123481
AFN 72.418756
ALL 91.601317
AMD 405.317443
ANG 2.009572
AOA 1030.730991
ARS 1699.002245
AUD 1.614042
AWG 2.021041
AZN 1.906165
BAM 1.961207
BBD 2.2599
BDT 138.521899
BGN 1.962466
BHD 0.423965
BIF 3359.873256
BMD 1.122801
BND 1.438929
BOB 13.145358
BRL 5.668231
BSD 1.122079
BTN 106.828522
BWP 15.414359
BYN 3.390633
BYR 22006.89006
BZD 2.256903
CAD 1.594674
CDF 2596.488722
CHF 0.92992
CLF 0.028115
CLP 1106.542613
CNY 7.514623
CNH 7.513894
COP 3590.300605
CRC 511.405368
CUC 1.122801
CUP 26.929123
CVE 110.570824
CZK 24.363143
DJF 199.808193
DKK 7.474876
DOP 68.718843
DZD 150.861743
EGP 59.593869
ERN 16.842008
ETB 183.277857
FJD 2.542638
FKP 0.847332
GBP 0.847293
GEL 2.92062
GGP 0.847332
GHS 13.089203
GIP 0.847332
GMD 83.087596
GNF 9870.950049
GTQ 8.57464
GYD 234.677898
HKD 8.810885
HNL 30.125787
HRK 7.530288
HTG 146.940343
HUF 363.821483
IDR 20140.795607
ILS 3.477985
IMP 0.847332
INR 106.659143
IQD 1701.141484
IRR 2010374.319286
ISK 136.408639
JEP 0.847332
JMD 178.207181
JOD 0.796089
JPY 177.113363
KES 145.773439
KGS 98.18912
KHR 4558.730632
KMF 496.277803
KPW 1010.520418
KRW 1517.071555
KWD 0.349764
KYD 0.935161
KZT 506.955397
LAK 25265.817562
LBP 100546.786195
LKR 371.372204
LRD 191.307426
LSL 18.582966
LTL 3.315338
LVL 0.679171
LYD 7.214046
MAD 11.053258
MDL 20.084282
MGA 5052.885588
MKD 61.745229
MMK 2357.912999
MNT 4041.721584
MOP 9.070366
MRU 44.949323
MUR 53.456625
MVR 17.358239
MWK 1945.847288
MXN 20.755995
MYR 4.582708
MZN 71.757889
NAD 18.497615
NGN 1493.470407
NIO 41.292739
NOK 10.650465
NPR 170.923707
NZD 1.995295
OMR 0.431724
PAB 1.122104
PEN 3.863517
PGK 5.092973
PHP 70.800992
PKR 310.666427
PLN 4.368379
PYG 6402.566068
QAR 4.090614
RON 5.335771
RSD 117.413503
RUB 93.894606
RWF 1655.549535
SAR 4.12898
SBD 9.070063
SCR 15.557764
SDG 675.366788
SEK 11.18068
SGD 1.439571
SHP 0.847173
SLE 27.699569
SLL 23544.570301
SOS 641.273676
SRD 42.343028
STD 23239.703699
STN 24.567403
SVC 9.818945
SYP 14598.65192
SZL 18.489811
THB 37.659824
TJS 10.356553
TMT 3.929802
TND 3.353947
TOP 2.703434
TRY 55.478133
TTD 7.631004
TWD 36.292264
TZS 2952.970979
UAH 50.431288
UGX 4533.539152
USD 1.122801
UYU 45.105559
UZS 13419.878513
VES 983.238206
VND 29054.708882
VUV 134.031712
WST 3.131051
XAF 655.957
XAG 0.019985
XAU 0.000270322124
XCD 3.034425
XCG 2.022456
XDR 0.793878
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 265.207887
ZAR 18.586447
ZMK 10106.555351
ZMW 22.302274
ZWL 361.541307
SSP 6454.445704
MXV 2.343835
  • Goldpreis

    39.3000

    4219

    +0.93%

  • DAX

    -38.2900

    25360.92

    -0.15%

  • Euro STOXX 50

    -11.5200

    6308.74

    -0.18%

  • TecDAX

    -4.8600

    3998.24

    -0.12%

  • MDAX

    129.2300

    31012.42

    +0.42%

  • SDAX

    27.7900

    18406.89

    +0.15%

  • EUR/USD

    0.0017

    1.1364

    +0.15%

Beratungsstellen verzeichnen starken Anstieg rechter Gewalt im Jahr 2023
Beratungsstellen verzeichnen starken Anstieg rechter Gewalt im Jahr 2023 / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Beratungsstellen verzeichnen starken Anstieg rechter Gewalt im Jahr 2023

Die Opferberatungsstellen in Deutschland haben im vergangenen Jahr eine deutliche Zunahme rechter, rassistischer und antisemitisch motivierter Gewalt verzeichnet. Der Verband der Beratungsstellen (VBRG) registrierte für 2023 insgesamt 2589 derartige Angriffe - gut ein Fünftel mehr als im Vorjahr, wie aus der am Dienstag in Berlin vorgestellten Jahresbilanz hervorgeht. In der Statistik sind allerdings nur elf von 16 Bundesländern berücksichtigt; nicht alle Länder stellten laut VBRG entsprechende Zahlen zur Verfügung.

Textgröße:

Die Beratungsstellen zeigten sich besorgt über die Entwicklung. "Der Anstieg rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt im Jahr 2023 hat zu einer dramatischen Ausweitung der Gefahrenzonen für viele Menschen geführt", sagte VBRG-Vorstandsmitglied Judith Porath. "Eine vielerorts unerträgliche Normalisierung von Antisemitismus, Rassismus und extrem rechter Ideologien belastet und verändert den Alltag sehr vieler Betroffener."

Die Beratungseinrichtungen registrieren seit vielen Jahren rund ein Drittel mehr rechte Gewalttaten als die Strafverfolgungsbehörden und die Verfassungsschutzämter - die offizielle Statistik zur politisch motivierten Kriminalität will Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) am Dienstagnachmittag vorstellen. Der VBRG kritisierte für 2023 "erneut eine gravierende Untererfassung rechter Gewalt durch Strafverfolgungsbehörden - auch bei schweren Gewalttaten".

Von den 2589 politisch rechts motivierten Angriffen waren laut Opferberatungsstellen insgesamt 3384 Menschen betroffen. Rassismus sei bei mehr als der Hälfte der Fälle das dominante Tatmotiv gewesen. Bei antisemitisch motivierten Angriffen habe es einen "alarmierenden Anstieg" um ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr gegeben.

In die Jahresstatistik des Verbands flossen Angaben aus den fünf ostdeutschen Bundesländern sowie aus Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein ein. Die Entwicklung in den einzelnen Ländern war demnach uneinheitlich, vor allem in Brandenburg und Sachsen-Anhalt sei die rechte Gewalt 2023 deutlich gestiegen.

Gemessen an der Einwohnerzahl wurden die meisten rechten Gewalttaten in Berlin (8,20 pro 100.000 Einwohner), Sachsen-Anhalt (6,6 pro 100.000 Einwohner), Brandenburg und Hamburg (jeweils 5,2 pro 100.000 Einwohner) registriert - die wenigsten in Bayern (0,8 pro 100.000 Einwohner) und Baden-Württemberg (0,5 pro 100.000 Einwohner).

VBRG-Vorstandsmitglied Porath äußerte die Befürchtung, dass die Zahlen weiter stiegen - insbesondere die Landtagswahlen dieses Jahr in drei ostdeutschen Bundesländern machten ihr "große Sorge", betonte sie. "Wir rechnen natürlich damit, dass die Zahlen leider sich weiter erhöhen werden." Sie erwarte, "dass der Anstieg flächendeckend sein wird und sich durch alle Phänomenbereiche ziehen wird".

Der Direktor der Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Jens-Christian Wagner, warf der AfD bei der Vorstellung der Jahresstatistik vor, der rechten Gewalt den Boden zu bereiten. "Zur Verrohung der politischen Kultur trägt leider die AfD in Deutschland ganz wesentlich bei - und das nicht nur im Netz, sondern auch auf den Straßen", sagte Wagner.

In manchen Regionen habe die Partei bereits die "kulturelle Hegemonie" errungen, die Zivilgesellschaft werde eingeschüchtert, betonte Wagner. In dieser Atmosphäre würden Rechtsextremisten ermutigt, Gewalttaten zu begehen. "Hier darf eine wehrhafte Demokratie nicht tatenlos zusehen." Der Gedenkstättenleiter forderte Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung auf, ein Verbot der AfD zu prüfen: Seiner Meinung nach spreche viel für ein solches Verbot.

Porath forderte ein entschlosseneres Eintreten von Justiz- und Regierungsseite gegen rechts - und beklagte oftmals schleppende Gerichtsverfahren bei Fällen rechter Gewalt. "Allzu oft fühlen sich die Betroffenen von den Institutionen des Rechtsstaats im Stich gelassen", sagte sie. "Sie erleben eine große Diskrepanz zwischen den Versprechen der Politik und der Realität in den Ermittlungsverfahren."

T.Sato--JT