The Japan Times - Erwartete Kosten der Fluthilfen stoßen neue Debatte um Schuldenbremse an

EUR -
AED 4.126854
AFN 73.041992
ALL 91.264799
AMD 406.843082
ANG 2.011211
AOA 1030.448522
ARS 1702.716467
AUD 1.613608
AWG 2.024095
AZN 1.914779
BAM 1.955046
BBD 2.266626
BDT 138.436605
BGN 1.964067
BHD 0.425636
BIF 3368.300856
BMD 1.123717
BND 1.439645
BOB 13.138932
BRL 5.691742
BSD 1.125366
BTN 106.809804
BWP 15.418053
BYN 3.388993
BYR 22024.845083
BZD 2.263427
CAD 1.590902
CDF 2599.722726
CHF 0.928113
CLF 0.027959
CLP 1100.405577
CNY 7.519017
CNH 7.51396
COP 3566.624364
CRC 511.402753
CUC 1.123717
CUP 27.009582
CVE 110.222488
CZK 24.323187
DJF 200.402705
DKK 7.474068
DOP 69.033374
DZD 150.380998
EGP 60.152199
ERN 16.855749
ETB 183.8243
FJD 2.548196
FKP 0.843011
GBP 0.845122
GEL 2.910865
GGP 0.843011
GHS 13.141931
GIP 0.843011
GMD 82.597496
GNF 9900.18153
GTQ 8.598684
GYD 235.449188
HKD 8.819097
HNL 30.211348
HRK 7.533176
HTG 147.373159
HUF 363.309245
IDR 20286.455525
ILS 3.47751
IMP 0.843011
INR 106.714312
IQD 1706.041985
IRR 2018057.337243
ISK 136.172409
JEP 0.843011
JMD 178.891002
JOD 0.79676
JPY 177.564121
KES 146.193614
KGS 98.269447
KHR 4574.235731
KMF 494.435691
KPW 1011.344884
KRW 1499.869907
KWD 0.349274
KYD 0.937838
KZT 509.263579
LAK 25322.23329
LBP 100778.729946
LKR 372.726241
LRD 191.875994
LSL 18.499065
LTL 3.318043
LVL 0.679725
LYD 7.227212
MAD 10.933383
MDL 20.189213
MGA 5065.046427
MKD 61.621233
MMK 2359.646377
MNT 4042.305032
MOP 9.097991
MRU 44.990647
MUR 53.07356
MVR 17.373083
MWK 1951.447333
MXN 20.780783
MYR 4.588364
MZN 71.80968
NAD 18.499065
NGN 1495.90318
NIO 41.414027
NOK 10.594067
NPR 170.896086
NZD 1.985892
OMR 0.429724
PAB 1.125366
PEN 3.871007
PGK 5.110029
PHP 70.778456
PKR 311.536341
PLN 4.369291
PYG 6427.520924
QAR 4.113613
RON 5.315858
RSD 117.384725
RUB 94.543535
RWF 1661.059334
SAR 4.217125
SBD 9.062378
SCR 15.625873
SDG 675.919657
SEK 11.138733
SGD 1.440721
SHP 0.84812
SLE 27.733742
SLL 23563.779889
SOS 643.151938
SRD 42.470311
STD 23258.664553
STN 24.490554
SVC 9.847202
SYP 14610.562695
SZL 18.491868
THB 37.582744
TJS 10.3705
TMT 3.944245
TND 3.357305
TOP 2.70564
TRY 55.639483
TTD 7.640053
TWD 36.468653
TZS 2973.852994
UAH 50.478331
UGX 4648.2072
USD 1.123717
UYU 45.302527
UZS 13566.767338
VES 987.646423
VND 29098.079133
VUV 134.573156
WST 3.132678
XAF 655.957
XAG 0.019723
XAU 0.00026976363
XCD 3.036901
XCG 2.028218
XDR 0.794526
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 265.36608
ZAR 18.534623
ZMK 10114.801761
ZMW 22.53031
ZWL 361.836282
SSP 6470.487369
MXV 2.346356
  • Goldpreis

    39.3000

    4219

    +0.93%

  • DAX

    -38.2900

    25360.92

    -0.15%

  • Euro STOXX 50

    -11.5200

    6308.74

    -0.18%

  • TecDAX

    -4.8600

    3998.24

    -0.12%

  • MDAX

    129.2300

    31012.42

    +0.42%

  • SDAX

    27.7900

    18406.89

    +0.15%

  • EUR/USD

    0.0017

    1.1364

    +0.15%

Erwartete Kosten der Fluthilfen stoßen neue Debatte um Schuldenbremse an
Erwartete Kosten der Fluthilfen stoßen neue Debatte um Schuldenbremse an / Foto: Hornung - AFP/Archiv

Erwartete Kosten der Fluthilfen stoßen neue Debatte um Schuldenbremse an

Angesichts der angespannten Hochwasserlage in Norddeutschland haben Haushaltsexperten der SPD ein erneutes Aussetzen der Schuldenbremse ins Spiel gebracht. Für genau solche Krisenfälle gebe es im Grundgesetz diese Möglichkeit, sagte SPD-Chefhaushälter Dennis Rohde. Regierungssprecher Steffen Hebestreit betonte allerdings am Mittwoch, dass die Bundesregierung aktuell keine Pläne dafür habe. FDP-Haushälter Christian Meyer lehnte die Forderung des Koalitionspartners ab und kritisierte die neuerliche Debatte als "unseriös".

Textgröße:

Angestoßen hatten SPD-Politiker die Debatte um ein erneutes Aussetzen der Schuldenbremse am Mittwoch. "Noch ist das gesamte Ausmaß der Flutschäden nicht absehbar, aber für genau solche Fälle haben wir die Möglichkeit, die Schuldenbremse auszusetzen, im Grundgesetz stehen", sagte Rohde dem "Stern". Daran habe auch das Mitte November ergangene Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts nichts geändert.

Das Hochwasser richte immense Schäden an, sagte sein Parteikollege Andreas Schwarz (SPD), Mitglied im Haushaltsausschuss des Bundestages, dem "Spiegel". Schwarz geht davon aus, dass der Bund den Betroffenen helfen werde. Das habe der Kanzler schon signalisiert. "Für diese Kosten könnten wir die Schuldenbremse aussetzen", sagte Schwarz.

Vor allem in Niedersachsen, aber auch in anderen Bundesländern kämpfen die Einsatzkräfte bereits seit Tagen gegen die Wassermassen. "Sicher ist, wir werden die Menschen in den Hochwassergebieten mit den Kosten nicht allein lassen", sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Andreas Audretsch, dem Nachrichtenportal "t-online". "Um die nötigen Mittel zur Verfügung zu stellen, ist selbstverständlich auch die Aussetzung der Schuldenbremse 2024 eine Option."

Die Schäden ließen sich zwar noch nicht abschließend beziffern, sagte Audretsch. Aber: "Die Lage in den Hochwassergebieten ist für viele Menschen dramatisch."

Koalitionspartner FDP hält die Debatte derzeit für fehl am Platz. "Die Menschen in Niedersachsen, die in diesen Tagen das Wasser aus ihren Kellern schöpfen müssen, haben gerade andere Sorgen als die Schuldenbremse", sagte Fraktionschef Christian Dürr den Zeitungen der Mediengruppe Bayern.

Welche finanziellen Belastungen durch das Hochwasser für Länder und Bund entstünden, sei noch nicht absehbar, sagte FDP-Haushälter Meyer bei t-online. "Jeder vorschnelle Ruf nach einem Aussetzen der Schuldenbremse ist unseriös." Ein Unwetterereignis oder eine Naturkatastrophe erfüllten nicht per se die Bedingungen des Grundgesetzes für ein Aussetzen der Schuldenbremse.

Das Grundgesetz setzt enge Grenzen für die Aussetzung der Schuldenbremse. Zulässig ist eine Aussetzung laut Grundgesetz "im Falle von Naturkatastrophen oder außergewöhnlichen Notsituationen, die sich der Kontrolle des Staates entziehen".

Nach dem Verfassungsgerichtsurteil musste die Ampel-Regierung Ende vergangenen Jahres einen neuen Etat für 2024 aufstellen. SPD und Grüne waren prinzipiell offen für die Aussetzung der Schuldenbremse, die FDP nicht. Die Koalitionäre einigten sich schließlich auf Drängen der Liberalen darauf, die Schuldenbremse einhalten zu wollen.

Für 2023 erklärte der Bundestag im Dezember unter anderem wegen der Flutkatastrophe im Sommer 2021 in Rheinland-Pfalz nachträglich die Notlage und damit das Aussetzen der Schuldenbremse.

Dies angesichts der aktuellen Hochwasserlage zu wiederholen, sei nicht geplant, sagte Regierungssprecher Hebestreit. Die Bundesregierung behalte sich einen solchen Schritt aber abhängig von der weiteren Entwicklung vor. Wenn "ein Schadensereignis von nationalem Ausmaß mit hohen Schadenssummen" zu bewältigen wäre, "würde der Bund sich auch nicht vor seiner Verantwortung drücken", ergänzte Hebestreit. Dafür gebe es "bestehende Mechanismen".

Der Chefhaushälter der Unionsfraktion im Bundestag, Christian Haase (CDU), warf der SPD vor, mit der neuerlichen Forderung die aktuelle Hochwasserlage politisch zu instrumentalisieren. "Für die SPD ist das Hochwasser eine willkommene Gelegenheit, ihre penetrante Forderung nach Aussetzen der Schuldenbremse fortzusetzen", sagte Haase der Nachrichtenagentur AFP. "Bevor eine derartige Forderung in den Raum gestellt wird, sollte man erst einmal eine genaue Schadensanalyse betreiben und die Höhe des Schadens kennen."

Y.Ishikawa--JT