The Japan Times - Bayerische Maskenaffäre: Politikertochter Tandler bestreitet Steuerverbrechen

EUR -
AED 4.122051
AFN 72.956435
ALL 91.272345
AMD 406.927461
ANG 2.008873
AOA 1029.249728
ARS 1696.878397
AUD 1.609398
AWG 2.021741
AZN 1.905179
BAM 1.955443
BBD 2.267096
BDT 138.465317
BGN 1.961783
BHD 0.425722
BIF 3368.984435
BMD 1.12241
BND 1.439937
BOB 13.141657
BRL 5.684447
BSD 1.125459
BTN 106.83148
BWP 15.421182
BYN 3.389696
BYR 21999.234404
BZD 2.263896
CAD 1.585006
CDF 2596.698818
CHF 0.925623
CLF 0.027927
CLP 1099.131339
CNY 7.510274
CNH 7.499752
COP 3565.133073
CRC 511.508818
CUC 1.12241
CUP 27.015184
CVE 110.245348
CZK 24.334947
DJF 200.444269
DKK 7.475188
DOP 69.047692
DZD 150.416877
EGP 59.757668
ERN 16.836149
ETB 183.862425
FJD 2.545232
FKP 0.842091
GBP 0.842341
GEL 2.907149
GGP 0.842091
GHS 13.144657
GIP 0.842091
GMD 82.497213
GNF 9902.675878
GTQ 8.600429
GYD 235.49802
HKD 8.80823
HNL 30.217613
HRK 7.533507
HTG 147.413572
HUF 362.958184
IDR 20257.254211
ILS 3.473466
IMP 0.842091
INR 106.606999
IQD 1706.395817
IRR 2015710.721201
ISK 136.192917
JEP 0.842091
JMD 178.928104
JOD 0.795806
JPY 177.42551
KES 145.935731
KGS 98.154253
KHR 4575.490107
KMF 493.860315
KPW 1010.168883
KRW 1495.364572
KWD 0.348868
KYD 0.938033
KZT 509.3692
LAK 25327.485108
LBP 100799.631402
LKR 372.803544
LRD 191.652879
LSL 18.502902
LTL 3.314184
LVL 0.678934
LYD 7.22781
MAD 10.935651
MDL 20.1934
MGA 5066.074351
MKD 61.633739
MMK 2357.140905
MNT 4036.7341
MOP 9.099878
MRU 44.999778
MUR 53.011284
MVR 17.35248
MWK 1951.843368
MXN 20.715051
MYR 4.580533
MZN 71.720171
NAD 18.502902
NGN 1496.564691
NIO 41.424461
NOK 10.584094
NPR 170.93153
NZD 1.984651
OMR 0.429813
PAB 1.125594
PEN 3.87181
PGK 5.111248
PHP 70.807791
PKR 311.600954
PLN 4.371338
PYG 6428.853989
QAR 4.10883
RON 5.327067
RSD 117.409071
RUB 94.579572
RWF 1661.403837
SAR 4.224247
SBD 9.05184
SCR 15.62981
SDG 675.128573
SEK 11.129749
SGD 1.436264
SHP 0.847134
SLE 27.700735
SLL 23536.379724
SOS 643.285328
SRD 42.420921
STD 23231.619178
STN 24.496724
SVC 9.849244
SYP 14593.573408
SZL 18.495703
THB 37.604663
TJS 10.358441
TMT 3.939659
TND 3.353401
TOP 2.702493
TRY 55.606657
TTD 7.641638
TWD 36.496168
TZS 2963.106127
UAH 50.488575
UGX 4649.171236
USD 1.12241
UYU 45.249849
UZS 13569.581079
VES 986.49798
VND 29067.610867
VUV 133.999869
WST 3.129082
XAF 655.957
XAG 0.01947
XAU 0.000268605549
XCD 3.033369
XCG 2.028638
XDR 0.793602
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 265.057295
ZAR 18.480603
ZMK 10103.035218
ZMW 22.534983
ZWL 361.415536
SSP 6454.726921
MXV 2.338934
  • Goldpreis

    39.3000

    4219

    +0.93%

  • DAX

    -38.2900

    25360.92

    -0.15%

  • Euro STOXX 50

    -11.5200

    6308.74

    -0.18%

  • TecDAX

    -4.8600

    3998.24

    -0.12%

  • MDAX

    129.2300

    31012.42

    +0.42%

  • SDAX

    27.7900

    18406.89

    +0.15%

  • EUR/USD

    0.0017

    1.1364

    +0.15%

Bayerische Maskenaffäre: Politikertochter Tandler bestreitet Steuerverbrechen
Bayerische Maskenaffäre: Politikertochter Tandler bestreitet Steuerverbrechen / Foto: BERTRAND GUAY - AFP/Archiv

Bayerische Maskenaffäre: Politikertochter Tandler bestreitet Steuerverbrechen

In einem Steuerprozess im Zusammenhang mit der bayerischen Maskenaffäre hat die Politikertochter Andrea Tandler eine absichtliche Steuerhinterziehung bestritten. "Ich habe diese Geschäfte nach bestem Wissen und Gewissen abgewickelt und wollte, dass alles steuerlich korrekt gehandhabt wird", sagte Tandler am Mittwoch vor dem Landgericht München I. Sie berichtete dabei von massivem politischen Druck während der Anfänge der Coronapandemie.

Textgröße:

Tandler ist zusammen mit ihrem Geschäftspartner Darius N. angeklagt. Der 40-Jährigen werden Steuerhinterziehung in Höhe von 28,5 Millionen Euro sowie Subventionsbetrug wegen unberechtigt erhaltener Coronahilfen vorgeworfen. N. werden Beihilfe sowie Mittäterschaft zu Steuerdelikten in ebenfalls zweistelliger Millionenhöhe vorgeworfen. Die beiden Angeklagten sitzen seit Januar im Gefängnis, beiden drohen im Fall einer Verurteilung langjährige Haftstrafen.

Zu Beginn der Coronapandemie vermittelte die Unternehmerin laut Staatsanwaltschaft Masken, Schutzanzüge und Einmalhandschuhe und machte damit mit ihrer neuen Firma in kurzer Zeit Umsätze in Höhe von mehr als 440 Millionen Euro. Dafür kassierte sie mehr als 26,5 Millionen Euro an Provisionen, die später noch auf 48,3 Millionen Euro anstiegen.

Tandler berichtete davon, wie ihr im Februar 2020 über einen Bekannten über die Schweiz eine Million Coronaschutzmasken angeboten wurden. Sie habe über Bekannte im Umfeld der CSU versucht, diese anzubieten - dabei nannte Tandler unter anderem eine Schwester des Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer, den heutigen CSU-Generalsekretär Martin Huber und die CSU-Europapolitikerin Monika Hohlmeier.

Im März 2020 habe sie nach diesen Kontaktanbahnungen der damalige Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) persönlich angerufen. Er habe ihr gesagt, dass er sich nun selbst um Schutzausrüstung kümmere, weil die Beschaffung bisher nicht geklappt habe. Nach dem Anruf von Spahn habe "der absolute Ausnahmezustand" in ihrem Unternehmen geherrscht.

Dass Tandler eine erfolgreiche Vermittlerin von Schutzmasken war, ist unstrittig. Sie verkaufte laut Anklage früh in der Coronapandemie an das Bundesgesundheitsministerium sowie die Gesundheitsministerin von Nordhrein-Westfalen und Bayern Materialien.

Tandler räumte ein, dass in der damaligen hektischen Zeit "Fehler passiert sein können". Es sei aber nicht darum gegangen, zu betrügen. Sie habe echte Geschäfte machen und alles korrekt handhaben wollen. Ihr Vater Gerold Tandler sei zu keiner Zeit informiert und beteiligt gewesen.

Der Vater war unter der CSU-Legende Franz Josef Strauß CSU-Generalsekretär und Landesminister. Über diesen Kontakt kennt Andrea Tandler auch Hohlmeier, die Tochter von Strauß. Hohlmeier und andere CSU-Bekannte sollen für Tandler Kontakte hergestellt haben. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sei über ihre Lieferangebote informiert gewesen - irgendwann habe sie eine SMS aus der Staatskanzlei bekommen, Söder mache Druck.

Für den Prozess sind insgesamt acht Verhandlungstage angesetzt. Tandler sagte zu Prozessbeginn, umfassend aussagen zu wollen. Sie soll laut Anklage bei drei Steuerarten hinterzogen haben - bei der Einkommensteuer, der Schenkungssteuer und der Gewerbesteuer.

So soll sie für eine Senkung ihrer Gewerbesteuer mit ihrem Kompagnon ein kleines Büro in Grünwald bei München gemietet haben, um damit dort von der deutlich niedrigeren Gewerbesteuer zu profitieren. Tatsächlich sollen alle Geschäfte aus München abgewickelt worden sein. Damit sollen die beiden Angeklagten 8,2 Millionen Euro Gewerbesteuer hinterzogen haben.

K.Yamaguchi--JT