The Japan Times - Karlsruher Verhandlung über NPD beginnt ohne Vertreter von Partei

EUR -
AED 4.12919
AFN 72.518063
ALL 90.912691
AMD 406.39801
ANG 2.012352
AOA 1032.157101
ARS 1714.897774
AUD 1.604455
AWG 2.023837
AZN 1.913633
BAM 1.961424
BBD 2.26375
BDT 139.02615
BGN 1.96518
BHD 0.424309
BIF 3374.114419
BMD 1.124354
BND 1.437253
BOB 13.144982
BRL 5.637174
BSD 1.123948
BTN 106.732402
BWP 15.431589
BYN 3.352252
BYR 22037.334599
BZD 2.260632
CAD 1.580077
CDF 2602.878791
CHF 0.928227
CLF 0.027915
CLP 1098.617134
CNY 7.509727
CNH 7.505629
COP 3574.658056
CRC 510.475011
CUC 1.124354
CUP 26.975345
CVE 110.584039
CZK 24.303413
DJF 200.158355
DKK 7.474271
DOP 69.149807
DZD 151.156607
EGP 61.166422
ERN 16.865307
ETB 183.5967
FJD 2.538908
FKP 0.844983
GBP 0.840067
GEL 2.917671
GGP 0.844983
GHS 13.099852
GIP 0.844983
GMD 82.640829
GNF 9948.524931
GTQ 8.589475
GYD 235.089288
HKD 8.82466
HNL 30.169173
HRK 7.534743
HTG 147.18529
HUF 363.996617
IDR 20219.254495
ILS 3.473528
IMP 0.844983
INR 106.53674
IQD 1704.023755
IRR 2019033.050762
ISK 136.215017
JEP 0.844983
JMD 178.381465
JOD 0.797182
JPY 177.696814
KES 145.996991
KGS 98.324445
KHR 4571.208449
KMF 493.591099
KPW 1011.918382
KRW 1491.309168
KWD 0.348156
KYD 0.936707
KZT 505.721034
LAK 25290.075352
LBP 100654.038569
LKR 372.762173
LRD 191.643752
LSL 18.514757
LTL 3.319924
LVL 0.680111
LYD 7.209801
MAD 11.014786
MDL 20.164264
MGA 5114.779089
MKD 61.827274
MMK 2360.626662
MNT 4045.518592
MOP 9.086656
MRU 45.081458
MUR 53.136707
MVR 17.371483
MWK 1949.031702
MXN 20.70615
MYR 4.590176
MZN 71.857418
NAD 18.5155
NGN 1494.018636
NIO 41.357848
NOK 10.575616
NPR 170.764588
NZD 1.977148
OMR 0.432311
PAB 1.124048
PEN 3.875744
PGK 5.029331
PHP 70.93207
PKR 311.082017
PLN 4.36717
PYG 6451.498073
QAR 4.085614
RON 5.32685
RSD 117.434292
RUB 93.094061
RWF 1659.59538
SAR 4.230551
SBD 9.06021
SCR 15.498827
SDG 676.300526
SEK 11.115772
SGD 1.436098
SHP 0.843476
SLE 27.748672
SLL 23577.142081
SOS 642.330297
SRD 42.344852
STD 23271.853725
STN 24.570998
SVC 9.835375
SYP 14618.847832
SZL 18.510746
THB 37.76873
TJS 10.380093
TMT 3.935238
TND 3.353415
TOP 2.707174
TRY 55.739887
TTD 7.629044
TWD 36.681477
TZS 2973.522551
UAH 50.657147
UGX 4687.440074
USD 1.124354
UYU 45.089282
UZS 13537.574837
VES 989.193993
VND 29093.779086
VUV 134.200695
WST 3.117962
XAF 655.957
XAG 0.019365
XAU 0.00027148927
XCD 3.038623
XCG 2.025672
XDR 0.794976
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 265.516041
ZAR 18.41673
ZMK 10120.53452
ZMW 22.508037
ZWL 362.041467
SSP 6539.855006
MXV 2.337374
  • Goldpreis

    39.3000

    4219

    +0.93%

  • DAX

    -38.2900

    25360.92

    -0.15%

  • Euro STOXX 50

    -11.5200

    6308.74

    -0.18%

  • TecDAX

    -4.8600

    3998.24

    -0.12%

  • MDAX

    129.2300

    31012.42

    +0.42%

  • SDAX

    27.7900

    18406.89

    +0.15%

  • EUR/USD

    0.0017

    1.1364

    +0.15%

Karlsruher Verhandlung über NPD beginnt ohne Vertreter von Partei
Karlsruher Verhandlung über NPD beginnt ohne Vertreter von Partei / Foto: Uwe Anspach - POOL/AFP/Archiv

Karlsruher Verhandlung über NPD beginnt ohne Vertreter von Partei

Mit leichter Verspätung hat am Dienstag vor dem Bundesverfassungsgericht die Verhandlung über den Ausschluss der NPD von staatlichen Zuschüssen begonnen. Von der Partei selbst, die sich inzwischen "Die Heimat" nennt, war kein Vertreter anwesend - ein "einmaliger Fall in der Geschichte" des Gerichts, wie dessen Vizepräsidentin Doris König in Karlsruhe sagte. Noch bis Mittwoch will der Zweite Senat verhandeln. (Az. 2 BvB 1/19)

Textgröße:

Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung hatten 2019 in Karlsruhe den Antrag gestellt, die NPD von der staatlichen Parteienfinanzierung auszuschließen. Zuvor war Anfang 2017 der Versuch gescheitert, die Partei verbieten zu lassen - weil sie zu unwichtig war. Das Bundesverfassungsgericht attestierte der NPD damals zwar verfassungsfeindliche Ziele. Sie sei aber zu unbedeutend, um die Demokratie zu gefährden.

Im Juni 2017 wurde dann die Möglichkeit in das Grundgesetz eingefügt, verfassungsfeindliche Parteien von staatlicher Förderung auszuschließen. Politische Parteien bekommen Zuschüsse, wenn sie bei Europa- oder Bundestagswahlen mindestens 0,5 Prozent oder bei Landtagswahlen mindestens ein Prozent der Stimmen erhalten. Außerdem bekommen sie Steuervergünstigungen etwa für Spenden und andere Zuwendungen.

Über einen Ausschluss von diesen Geldern muss im Einzelfall das Bundesverfassungsgericht entscheiden. Dieses will nun prüfen, ob die Neuregelung selbst verfassungsgemäß ist und außerdem, wie sich die Partei in den vergangenen Jahren entwickelte.

Zwar bekommt die NPD seit 2021 keine staatlichen Zuschüsse mehr, weil sie bei keiner Wahl die notwendige Hürde übersprang. Der Antrag sei aber präventiv darauf ausgerichtet, "mögliche zukünftige Ansprüche auszuschließen", sagte ein Bevollmächtigter von Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung, Christian Waldhoff, vor Gericht. Auch wenn die Partei derzeit keine direkten Zuschüsse bekomme, profitiere sie zudem nach wie vor von Steuervergünstigungen.

Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) argumentierte, dass die "Heimat" weiter verfassungsfeindliche Ziele verfolge. "Der Schutz des Parlamentarismus vor seinen Feinden war 1949 und ist 2023 ein zentrales Anliegen des Grundgesetzes", sagte sie.

Der amtierende Bundesratspräsident, Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), nannte es "widersprüchlich und nicht vertretbar", dass eine von Karlsruhe als verfassungsfeindlich eingestufte Partei staatlich finanziert werde.

Die ehemalige NPD selbst hält die Neuregelung für verfassungswidrig. Sie beantragte schon 2017 beim Verfassungsgericht, eine Verletzung ihres Rechts auf Chancengleichheit durch die Gesetzesänderung festzustellen. Das lehnte das Gericht aber vor einigen Tagen ab.

Das trug offenbar zur Entscheidung der "Heimat" bei, nicht in Karlsruhe zu erscheinen. Die Partei befürchte, dass es kein faires Verfahren gebe, sagte Gerichtsvizepräsidentin König. Sie habe das Gericht am Dienstagmorgen um 07.59 Uhr per Fax darüber informiert, "dass niemand auftreten wird".

Laut einer Mitteilung der Partei weigert sich ihr Vorstand, "sich zum Statisten einer Justizsimulation machen zu lassen". Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) sagte zu diesem Vorgehen, es handle sich "aus unserer Sicht um eine Missachtung des Gerichts". Doch müsse die Partei darüber selbst entscheiden.

Die Verhandlung konnte trotz des Boykotts beginnen. Wie König ausführte, gibt es keine Anwesenheitspflicht. Ein Urteil soll in dieser Woche noch nicht fallen. Erfahrungsgemäß wird es in einigen Monaten erwartet.

K.Tanaka--JT