The Japan Times - Arbeitgeber müssen Resturlaub gegebenenfalls über Jahre nachzahlen

EUR -
AED 4.112729
AFN 72.209233
ALL 90.834594
AMD 404.430398
ANG 2.004329
AOA 1026.922356
ARS 1711.121873
AUD 1.592446
AWG 2.018568
AZN 1.903539
BAM 1.956545
BBD 2.255759
BDT 138.512752
BGN 1.957346
BHD 0.422659
BIF 3357.163565
BMD 1.119871
BND 1.431545
BOB 13.188081
BRL 5.645832
BSD 1.120027
BTN 106.270947
BWP 15.428945
BYN 3.288552
BYR 21949.481317
BZD 2.252458
CAD 1.565944
CDF 2593.622491
CHF 0.923586
CLF 0.028162
CLP 1108.348251
CNY 7.478558
CNH 7.469408
COP 3541.268843
CRC 511.094647
CUC 1.119871
CUP 26.879237
CVE 110.30701
CZK 24.341471
DJF 199.436845
DKK 7.474297
DOP 68.696162
DZD 150.994447
EGP 61.925754
ERN 16.798072
ETB 182.169892
FJD 2.50538
FKP 0.836936
GBP 0.837042
GEL 2.900877
GGP 0.836936
GHS 12.986004
GIP 0.836936
GMD 82.870815
GNF 9911.774835
GTQ 8.561261
GYD 234.570382
HKD 8.782167
HNL 30.068451
HRK 7.532235
HTG 146.785902
HUF 366.606168
IDR 20278.745033
ILS 3.477817
IMP 0.836936
INR 106.28034
IQD 1697.846614
IRR 2052024.53209
ISK 136.400612
JEP 0.836936
JMD 177.745312
JOD 0.793968
JPY 175.563937
KES 145.403899
KGS 97.9312
KHR 4575.763079
KMF 492.18244
KPW 1007.884303
KRW 1485.252486
KWD 0.347742
KYD 0.93336
KZT 508.511393
LAK 25202.710814
LBP 100294.344243
LKR 371.886649
LRD 190.953576
LSL 18.555667
LTL 3.30669
LVL 0.677399
LYD 7.172764
MAD 11.000842
MDL 20.215789
MGA 5064.951568
MKD 61.596732
MMK 2352.120937
MNT 4031.600845
MOP 9.048286
MRU 44.760047
MUR 52.813539
MVR 17.313527
MWK 1942.048287
MXN 20.911595
MYR 4.575013
MZN 71.561683
NAD 18.555667
NGN 1496.181691
NIO 41.215697
NOK 10.452595
NPR 170.032756
NZD 1.964187
OMR 0.430603
PAB 1.119932
PEN 3.846365
PGK 5.015843
PHP 71.256864
PKR 309.92138
PLN 4.400104
PYG 6477.466901
QAR 4.082555
RON 5.348953
RSD 117.527161
RUB 90.320463
RWF 1654.737584
SAR 4.204287
SBD 9.042491
SCR 15.481781
SDG 673.600257
SEK 11.12393
SGD 1.431481
SHP 0.83688
SLE 25.701196
SLL 23483.150256
SOS 640.040898
SRD 42.162604
STD 23179.078951
STN 24.509334
SVC 9.799732
SYP 14560.568835
SZL 18.554984
THB 37.817679
TJS 10.320677
TMT 3.930749
TND 3.344374
TOP 2.696381
TRY 55.699158
TTD 7.609898
TWD 36.514582
TZS 2962.231439
UAH 50.703937
UGX 4933.879036
USD 1.119871
UYU 44.916505
UZS 13403.104485
VES 985.250513
VND 28940.27913
VUV 133.184142
WST 3.096117
XAF 655.957
XAG 0.020754
XAU 0.000280346342
XCD 3.026509
XCG 2.01846
XDR 0.791807
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 264.402165
ZAR 18.604929
ZMK 10080.192728
ZMW 22.517676
ZWL 360.598165
SSP 6434.576741
MXV 2.360146
  • Goldpreis

    39.3000

    4219

    +0.93%

  • DAX

    -38.2900

    25360.92

    -0.15%

  • Euro STOXX 50

    -11.5200

    6308.74

    -0.18%

  • TecDAX

    -4.8600

    3998.24

    -0.12%

  • MDAX

    129.2300

    31012.42

    +0.42%

  • SDAX

    27.7900

    18406.89

    +0.15%

  • EUR/USD

    0.0017

    1.1364

    +0.15%

Arbeitgeber müssen Resturlaub gegebenenfalls über Jahre nachzahlen
Arbeitgeber müssen Resturlaub gegebenenfalls über Jahre nachzahlen / Foto: Louisa GOULIAMAKI - AFP/Archiv

Arbeitgeber müssen Resturlaub gegebenenfalls über Jahre nachzahlen

Arbeitgeber müssen ihre Beschäftigten rechtzeitig darauf hinweisen, wenn noch offener Urlaub zu verfallen droht. Ohne einen solchen Hinweis verjähren Urlaubsansprüche auch in Altfällen nicht, wie am Dienstag das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt entschied (Az: 9 AZR 266/20). Nach einem weiteren Urteil gilt dies auch nach lang andauernder Krankheit, wenn der oder die Beschäftigte die Arbeit vor Ende März des übernächsten Jahres wieder aufgenommen hat (Az: 9 AZR 245/19).

Textgröße:

Klägerin im ersten Fall ist eine Steuerfachangestellte aus dem Rheinland. Bei Beendigung ihres gut 20-jährigen Arbeitsverhältnisses waren zuletzt noch 90 Urlaubstage offen.

Der Arbeitgeber zahlte 3200 Euro für 14 Urlaubstage, der restliche Urlaub sei spätestens mit Ablauf der gesetzlichen Frist von drei Kalenderjahren verjährt. Wie schon das Landesarbeitsgericht Düsseldorf sprach ihr nun auch das BAG 17.400 Euro für weitere 76 Tage zu.

Laut Bundesurlaubsgesetz verfällt der Urlaubsanspruch zum Jahresende oder spätestens am 31. März des Folgejahres. Nach lang andauernder Krankheit gilt nach bisheriger BAG-Rechtsprechung eine Frist bis Ende März des übernächsten Jahres.

Hintergrund der neuen Rechtsprechung sind Urteile des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) in Luxemburg aus dem Jahr 2018 und vom September dieses Jahres. Danach müssen Arbeitgeber ihre Beschäftigten auf den drohenden Verfall von Urlaubsansprüchen hinweisen.

Schon 2019 hatte dazu das BAG entschieden, dass die gesetzlichen Verfallsfristen ohne einen solchen Hinweis nicht greifen. Nun urteilte das BAG, dass dies auch für die gesetzliche Verjährung gilt. Der Verweis hierauf helfe den Arbeitgebern daher nicht.

Auch das Argument der Arbeitgeber, dass sie vor den EuGH-Urteilen ihre Hinweispflicht noch gar nicht kennen konnten, ließ das BAG mit Blick auf die Vorgaben aus Luxemburg nicht gelten. Der EuGH habe die Wirkung seiner Urteile nicht auf die Zukunft beschränkt.

Im zweiten Fall sprach das BAG daher einem Frachtfahrer am Frankfurter Flughafen weitere Urlaubsabgeltung zu. Krankheitsbedingt konnte er fast fünf Jahre lang seinen Urlaub nicht nehmen. Das BAG entschied, dass ohne Arbeitgeberhinweis auch hier die gesetzliche Verjährung nicht greift. Allerdings verfällt der Urlaub Ende März des übernächsten Jahres, soweit der Arbeitnehmer wegen seiner Erkrankung auch mit Arbeitgeberaufforderung den Urlaub innerhalb dieser Frist nicht mehr hätte nehmen können.

Nach einem BAG-Urteil aus dem Jahr 2019 können Arbeitgeber ihre Hinweispflicht vergleichbar einfach erfüllen. Danach reicht ein Hinweis jeweils zu Jahresbeginn aus, welcher Urlaubsanspruch für das neue Jahr entstanden ist und dass der Arbeitnehmer diesen bis Jahresende nehmen soll.

T.Shimizu--JT