The Japan Times - Proteste an US-Elite-Universitäten spitzen sich zu - UNO kritisiert Polizeieinsätze

EUR -
AED 4.257133
AFN 72.444674
ALL 95.829467
AMD 436.123898
ANG 2.075051
AOA 1062.979611
ARS 1619.927116
AUD 1.662949
AWG 2.089154
AZN 1.961607
BAM 1.952301
BBD 2.330054
BDT 141.955547
BGN 1.981418
BHD 0.437657
BIF 3435.911542
BMD 1.159192
BND 1.480234
BOB 8.011674
BRL 6.066866
BSD 1.156841
BTN 108.398101
BWP 15.851518
BYN 3.424861
BYR 22720.166462
BZD 2.326759
CAD 1.59725
CDF 2640.052316
CHF 0.915588
CLF 0.026946
CLP 1063.976571
CNY 7.989967
CNH 7.996768
COP 4295.177918
CRC 539.017545
CUC 1.159192
CUP 30.718592
CVE 110.069127
CZK 24.433505
DJF 206.01339
DKK 7.471961
DOP 69.303682
DZD 153.541818
EGP 61.030197
ERN 17.387882
ETB 178.839134
FJD 2.59688
FKP 0.866178
GBP 0.866444
GEL 3.135607
GGP 0.866178
GHS 12.639399
GIP 0.866178
GMD 85.201782
GNF 10139.737209
GTQ 8.859235
GYD 242.112884
HKD 9.073443
HNL 30.633166
HRK 7.53266
HTG 151.686795
HUF 389.417278
IDR 19603.098726
ILS 3.626359
IMP 0.866178
INR 108.882282
IQD 1515.48352
IRR 1522048.293968
ISK 143.797806
JEP 0.866178
JMD 182.557257
JOD 0.821883
JPY 184.301707
KES 150.347695
KGS 101.369619
KHR 4642.638094
KMF 493.815498
KPW 1043.28958
KRW 1737.930242
KWD 0.355153
KYD 0.964072
KZT 558.478935
LAK 24907.353963
LBP 103603.19292
LKR 363.638184
LRD 212.292217
LSL 19.722248
LTL 3.422794
LVL 0.701184
LYD 7.375874
MAD 10.784829
MDL 20.233731
MGA 4830.237703
MKD 61.61784
MMK 2434.497817
MNT 4137.699448
MOP 9.322989
MRU 46.138904
MUR 53.856252
MVR 17.920827
MWK 2005.961085
MXN 20.574276
MYR 4.585797
MZN 74.083768
NAD 19.722248
NGN 1594.596801
NIO 42.573321
NOK 11.261087
NPR 173.429893
NZD 1.994668
OMR 0.44571
PAB 1.156831
PEN 4.001527
PGK 4.996002
PHP 69.669724
PKR 323.20654
PLN 4.271217
PYG 7548.566992
QAR 4.218693
RON 5.094531
RSD 117.453971
RUB 93.320592
RWF 1692.415273
SAR 4.351013
SBD 9.322194
SCR 17.275706
SDG 696.674379
SEK 10.818566
SGD 1.483041
SHP 0.869694
SLE 28.523343
SLL 24307.692683
SOS 661.095037
SRD 43.284086
STD 23992.937445
STN 24.455952
SVC 10.122855
SYP 128.610351
SZL 19.720566
THB 37.944417
TJS 11.100346
TMT 4.068765
TND 3.393262
TOP 2.791056
TRY 51.41201
TTD 7.859911
TWD 37.055322
TZS 2976.294269
UAH 50.806534
UGX 4332.17858
USD 1.159192
UYU 47.146101
UZS 14113.701414
VES 531.927969
VND 30544.133989
VUV 138.532821
WST 3.174102
XAF 654.769215
XAG 0.015869
XAU 0.000255
XCD 3.132775
XCG 2.084963
XDR 0.814323
XOF 654.791769
XPF 119.331742
YER 276.58016
ZAR 19.668651
ZMK 10434.117463
ZMW 21.894039
ZWL 373.259405
  • Goldpreis

    149.2000

    4551.2

    +3.28%

  • EUR/USD

    -0.0012

    1.16

    -0.1%

  • Euro STOXX 50

    6.9700

    5581.29

    +0.12%

  • DAX

    -16.9900

    22636.91

    -0.08%

  • TecDAX

    -19.0500

    3416.31

    -0.56%

  • MDAX

    -104.2900

    28125.11

    -0.37%

  • SDAX

    54.2900

    16517.29

    +0.33%

Proteste an US-Elite-Universitäten spitzen sich zu - UNO kritisiert Polizeieinsätze
Proteste an US-Elite-Universitäten spitzen sich zu - UNO kritisiert Polizeieinsätze / Foto: SUZANNE CORDEIRO - AFP

Proteste an US-Elite-Universitäten spitzen sich zu - UNO kritisiert Polizeieinsätze

Nach erfolglosen Verhandlungen zwischen pro-palästinensischen Demonstranten und der renommierten Columbia University in New York spitzt sich die Lage zwischen beiden Seiten immer weiter zu. Es sei damit begonnen worden, Studenten zu suspendieren, sagte ein Universitätsvertreter am Montag (Ortszeit), während Demonstranten ein Gebäude auf dem Campus besetzten. Derweil kritisierte die UNO die verstärkten Polizeieinsätze, mit denen Universitäten auch in anderen US-Bundesstaaten auf die Proteste reagierten.

Textgröße:

Universitätspräsidentin Minouche Shafik hatte am Montag mitgeteilt, die tagelangen Verhandlungen zwischen beiden Seiten seien ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Sie appellierte an die Demonstranten, ihr Protest-Lager auf dem Campus "freiwillig" zu räumen - dem kamen diese jedoch vorerst nicht nach. Die ihnen gesetzte Frist verstrich, ohne dass es Anzeichen für eine Auflösung des Camps mit 200 Menschen gab.

Die Suspendierung sei Teil der nächsten Phase, um die Sicherheit auf dem Campus zu gewährleisten, verlautete nun seitens der Universität. Der Vize-Kommunikationschef an der Columbia, Ben Chang, sagte, die Studenten seien gewarnt worden, dass sie "suspendiert werden, nicht berechtigt sind, das Semester zu beenden oder einen Abschluss zu machen". Zudem würden sie "von allen akademischen, Wohn- und Freizeitbereichen ausgeschlossen".

In einer nach Ablauf der Frist von einem Studenten verlesenen Erklärung war die Rede von Angstmacherei. Die Protestteilnehmer würden nicht gehen, bis die Universität ihren Forderungen nachkomme oder sie gewaltsam weggebracht würden.

Über Nacht besetzten die Demonstranten dann ein Gebäude auf dem Campus und verbarrikadierten sich darin. "Mitglieder der Columbia-Gemeinschaft haben kurz nach Mitternacht die Hamilton Hall zurückerobert", erklärte eine Studentengruppe. Videos in den Onlinenetzwerken zeigten, wie einige andere währenddessen vor dem Gebäude eine Menschenkette bildeten.

Die Universitätsleitung hatte seit Mittwoch mit den Demonstranten verhandelt. Ein zentrales Streitthema war die Forderung der Protestierenden, dass die Columbia University sich von Unternehmen mit Verbindungen zu Israel trennen müsse.

In ihrer Erklärung am Montag machte Shafik jedoch deutlich, dass die Universität nicht die Absicht habe, "Investitionen aus Israel abzuziehen". In den Gesprächen habe die Hochschulleitung jedoch angeboten, die Transparenz über die von der Universität getätigten Investitionen zu erhöhen und Vorschläge der Studierenden für "sozial verantwortungsvolles Investieren" schnell zu prüfen.

Shafik beklagte jedoch, dass viele der jüdischen Studierenden die in den vergangenen Wochen an der Columbia University herrschende Atmosphäre "unerträglich" gefunden und deshalb die Universität verlassen hätten. "Antisemitische Sprache und Handlungen sind inakzeptabel und Aufrufe zur Gewalt sind einfach abscheulich", erklärte die Universitätspräsidentin.

Mitte April hatte die Hochschule die Polizei auf den Campus gerufen, um gegen die Proteste vorzugehen. Dabei wurden mehr als hundert Menschen festgenommen.

Die Proteste zur Unterstützung der Palästinenser im Gazastreifen und gegen den Krieg Israels gegen die Hamas weiteten sich daraufhin auf andere Hochschulen im ganzen Land aus. Landesweit wurden am Wochenende mehr als 350 Protestteilnehmer festgenommen.

An der Universität Austin in Texas kam es am Montag zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei. Dabei wurde auch Pfefferspray eingesetzt. Bei der Auflösung eines Zeltcamps wurden nach Angaben der Anwaltsvereinigung Austin Lawyers Guild "mindestens 80" Menschen festgenommen.

Der texanische Gouverneur Greg Abbott erklärte derweil in den Onlinediensten, es würden "keine Camps zugelassen". Stattdessen würden "Festnahmen ausgeführt".

Auch an der Virginia Commonwealth University (VCU) in Richmond kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften, wie Aufnahmen lokaler Fernsehsender zeigten. Die VCU erklärte im Onlinedienst X, dass viele der Demonstranten "keine Studenten waren". Die Universität habe ihnen wiederholt die Möglichkeit gegeben, das Gelände zu verlassen. Diejenigen, die sich geweigert hätten, seien "festgenommen und des Hausfriedensbruchs bezichtigt" worden.

Die Regierung von US-Präsident Joe Biden hatte die Protestierenden zum Gewaltverzicht aufgerufen. "Wir respektieren natürlich das Recht auf friedliche Proteste", sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, John Kirby, am Sonntag im Sender ABC News. Die Regierung verurteile allerdings antisemitische Äußerungen "sowie die kursierende Hassrede und die Androhung von Gewalt".

Der UN-Menschenrechtsbeauftragte Volker Türk zeigte sich angesichts der von mehreren Universitäten ergriffenen Sicherheitsmaßnahmen "besorgt". Einige Strafverfolgungsmaßnahmen würden "in ihrer Wirkung unverhältnismäßig erscheinen", kritisierte er am Dienstag.

S.Suzuki--JT